Berliner bricht sich beim Armdrücken auf dem Oktoberfest den Arm
Ein 25-jähriger Berliner hat sich beim Armdrücken auf dem Oktoberfest den Arm gebrochen. Die Wiesn-Sanitäter der Aicher Ambulanz versorgten ihn im Akutraum und verwiesen spöttisch auf die 0:7-Niederlage von Union Berlin gegen den FC Bayern am Vorabend.
Ein 25 Jahre alter Berliner hat sich beim Armdrücken auf dem Oktoberfest den Arm gebrochen. Der Gast aus der Hauptstadt zog sich die Verletzung nach Angaben der Wiesn-Sanitäter der Aicher Ambulanz zu, wie das Unternehmen mitteilte. Der Mann musste noch auf dem Festgelände medizinisch versorgt werden.
«Aktuell kümmern wir uns im Akutraum um den armen Kerl», teilte das Aicher-Team mit. Die Sanitäter nahmen den Vorfall zum Anlass für einen Seitenhieb auf den Fußball: «Gestern sieben Gegentore gegen die Bayern, heute ein Armbruch auf der Wiesn: Für Berlin läuft's in München gerade nicht rund.» Der FC Bayern München hatte am Vorabend des Oktoberfest-Beginns den 1. FC Union Berlin mit 7:0 besiegt.
Der Wechsel der Sportart habe leider keine Trendwende gebracht, schrieb das Aicher-Team weiter. «Wir wünschen gute Besserung! Für die nächste Revanche empfehlen wir nur Daumen drücken.» Der gebrochene Arm des Berliners steht damit sinnbildlich für ein aus Münchner Sicht unglückliches Wochenende für die Hauptstadt.
Der Vorfall ereignete sich am ersten Wiesn-Tag, der nach Angaben der Veranstalter bislang größtenteils störungsfrei verlief. Wie die FAZ in ihrem Liveticker zum Oktoberfest berichtete, mussten einige Zelte wegen Überfüllung geschlossen werden, zudem gab es einen ersten Alkohol-Notfall. Auch neue Dirndl-Trends prägten das Bild des Tages.
Das Armdrücken ist auf dem Oktoberfest kein offizieller Wettbewerb, sondern entsteht häufig spontan an den Biertischen. Die Aicher Ambulanz ist seit Jahrzehnten für die medizinische Notfallversorgung auf der Theresienwiese zuständig und betreibt dort mehrere Sanitätsstationen. Zu den typischen Einsätzen zählen Kreislaufprobleme, Alkoholvergiftungen und Sturzverletzungen. Knochenbrüche durch Armdrücken sind dagegen seltener, aber nicht unbekannt: Bei dem Kräftemessen wirken starke Hebelkräfte auf Ober- und Unterarm, die besonders das Ellbogengelenk und den Oberarmknochen belasten können.
Der 25-Jährige dürfte die Wiesn nach dem Vorfall vorzeitig beendet haben. Ob er operiert werden musste, teilten die Sanitäter nicht mit. Der Berliner ist nicht der erste Gast, der sich beim Armdrücken auf dem Oktoberfest verletzt. Die Aicher Ambulanz nutzte den Vorfall für einen humorvollen Kommentar, wie er auf dem Volksfest üblich ist.
Für die Wiesn-Besucher bleibt der Appell der Sanitäter, körperliche Kräftemessen nicht zu unterschätzen. Wer beim Armdrücken mitmacht, sollte auf eine stabile Haltung achten und bei Schmerzen sofort aufhören. Der Fall des Berliners zeigt, dass auch vermeintlich harmlose Wettkämpfe im Festzelt ernste Folgen haben können.
