15-köpfige Fangruppe randaliert in Regionalexpress
Eine Gruppe von 15 Fußballfans des 1. FC Magdeburg hat auf dem Weg zum Auswärtsspiel in einem Regionalexpress randaliert. Die Bundespolizei stoppte die 15- bis 21-Jährigen in Halle und erteilte ihnen einen 24-stündigen Platzverweis für den Magdeburger Hauptbahnhof.
Eine Gruppe von 15 Fußballfans des 1. FC Magdeburg hat auf der Fahrt zum Auswärtsspiel gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth in einem Regionalexpress randaliert. Wie die Bundespolizeiinspektion Magdeburg mitteilte, beschmierten die Randalierer den Zug, rissen Rollos herunter, beschädigten die Wand- und Deckenverkleidung und verunreinigten die Innenräume. Die Täter sind zwischen 15 und 21 Jahre alt.
Die Gruppe war auf dem Weg nach Erfurt, wo das Auswärtsspiel stattfinden sollte. In Halle untersagte die Bundespolizei die geplante Weiterfahrt. Die Fans mussten nach Magdeburg zurückkehren. Für den dortigen Hauptbahnhof wurde ihnen ein 24-stündiger Platzverweis erteilt. Die Bundespolizei leitete ein Strafverfahren wegen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung ein.
Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die wiederkehrenden Probleme mit gewaltbereiten Anhängern im deutschen Fußball. Immer wieder kommt es auf Bahnfahrten zu Ausschreitungen, bei denen Sachschäden entstehen und Mitreisende gefährdet werden. Die Bundespolizei ist für die Sicherheit auf Bahnhöfen und in Zügen zuständig und geht regelmäßig gegen randalierende Fans vor.
Die genauen Umstände des Vorfalls sind bislang nicht vollständig geklärt. Unklar ist, ob die Gruppe geschlossen handelte oder ob es Anführer gab. Auch die Höhe des entstandenen Sachschadens wurde nicht genannt. Die Ermittlungen der Bundespolizei dauern an.
Für den 1. FC Magdeburg und die Spielvereinigung Greuther Fürth hat der Vorfall keine unmittelbaren Auswirkungen auf das Spielgeschehen. Die Partie wurde wie geplant ausgetragen. Die Fans, die randalierten, dürften jedoch mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Bei gemeinschaftlicher Sachschädigung drohen Geldstrafen oder im Fall von Jugendlichen erzieherische Maßnahmen.
Die Bundespolizei wies darauf hin, dass solche Vorfälle nicht toleriert werden. Reisende, die Zeugen von Ausschreitungen werden, sollten sich an die Bundespolizei wenden. Der Vorfall in Halle ist kein Einzelfall: In der Vergangenheit kam es mehrfach zu ähnlichen Vorfällen mit Fußballfans in Regionalzügen.
Die Identität der Täter wurde nicht vollständig veröffentlicht. Die Bundespolizei bestätigte lediglich die Altersspanne von 15 bis 21 Jahren. Ob es sich um Mitglieder einer organisierten Fangruppe handelt, ist Gegenstand der Ermittlungen. Der 24-stündige Platzverweis für den Magdeburger Hauptbahnhof soll weitere Ausschreitungen verhindern.
Für die betroffenen Reisenden im Regionalexpress dürfte der Vorfall ein beunruhigendes Erlebnis gewesen sein. Die Bundespolizei appelliert an alle Fahrgäste, verdächtige Beobachtungen zu melden. Die Sicherheit im Bahnverkehr hat für die Behörden hohe Priorität.
