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Trump dementiert Bericht über Sanktionserleichterungen für Iran

US-Präsident Donald Trump weist einen Medienbericht zurück, wonach er Sanktionslockerungen für Teheran im Gegenzug für Zugeständnisse beim Atomprogramm angeboten haben soll. Vermittler aus Katar und Pakistan wollen diese Woche über ein Abkommen beraten.

Trump dementiert Bericht über Sanktionserleichterungen für Iran
Iran-Krieg: Sanktionserleichterungen für Iran? Trump dementiert Bericht

US-Präsident Donald Trump hat einen Medienbericht dementiert, wonach er dem Iran mögliche Lockerungen von Sanktionen im Gegenzug für Zugeständnisse beim Atomprogramm in Aussicht gestellt haben soll. «Das ist unwahr. Ich habe ihnen NICHTS angeboten!», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social mit Bezug auf einen Artikel des Nachrichtenportals Axios. Er forderte das Medium auf, die «Falschmeldung» zurückzuziehen.

Zuvor hatte Axios unter Berufung auf nicht namentlich genannte US-Beamte berichtet, Trump sei bereit, Sanktionen gegen den Iran zu lockern und eingefrorene iranische Gelder freizugeben, wenn Teheran im Gegenzug konkrete Schritte in Bezug auf sein Atomprogramm unternehme. In dieser Woche wollen demnach Vermittler aus Katar und Pakistan zusammenkommen, um ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran zu erörtern. Laut Axios wird erwartet, dass sich die katarischen Vermittler spätestens am Dienstag mit US-Vertretern treffen, um über den Vorschlag zu diskutieren.

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hofft laut der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu noch am Dienstag auf eine «finale Antwort» der US-Regierung auf den Entwurf. Teheran hatte Washington über Doha einen «Sieben-Tage-Plan» übermittelt, wie Araghtschi zuvor mitteilte. Einem Bericht des Wall Street Journal zufolge gehörte zu den Bedingungen, dass die USA ihre Seeblockade aufheben.

Trump hatte einem iranischen Vorschlag zur Wiedereröffnung der für Erdöl-Lieferungen wichtigen Straße von Hormus erst vor wenigen Tagen eine Abfuhr erteilt. Die Meerenge ist für den globalen Energietransport von zentraler Bedeutung: Vor dem Iran-Krieg, den die USA und Israel Ende Februar gemeinsam begannen, wurde rund ein Fünftel des weltweiten Ölbedarfs durch die Straße von Hormus transportiert. Auch für den Transport von Flüssiggas und Dünger ist die Route wichtig.

Bereits kurz nach Kriegsbeginn brachte der Iran den Schiffsverkehr mit Drohungen und Angriffen fast zum Erliegen. In der Folge stiegen die Weltmarktpreise für Öl und Gas sprunghaft an. Die USA reagierten auf die Sperrung der Meerenge mit einer eigenen Blockade iranischer Seehäfen, um das Land wirtschaftlich unter Druck zu setzen. Die jüngsten diplomatischen Vorstöße fallen in eine Phase, in der die militärischen Auseinandersetzungen andauern und die wirtschaftlichen Folgen weltweit spürbar sind.

Ob die Vermittlungsbemühungen zwischen Washington und Teheran tatsächlich zu einem Abkommen führen, ist offen. Trumps öffentliches Dementi dürfte die Verhandlungen zusätzlich erschweren, da er damit zentrale Elemente des Berichts zurückweist. Der Iran wartet unterdessen auf eine offizielle Antwort der US-Regierung auf seinen Entwurf. Die kommenden Tage gelten als entscheidend dafür, ob die Gespräche fortgesetzt werden oder ob sich die Fronten weiter verhärten.

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Greta Kaufmann

Autor

Gesellschaftsreporterin

Greta Kaufmann berichtet für Güldendorf über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.