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Trump will UFC-Chef Dana White als Pressesprecher ins Weiße Haus holen

US-Präsident Donald Trump hat den UFC-Präsidenten Dana White für den Posten des Pressesprechers vorgeschlagen. White hat sich bislang nicht ausdrücklich geäußert, postete aber ein Foto vom Podium im Weißen Haus.

Trump will UFC-Chef Dana White als Pressesprecher ins Weiße Haus holen
© stern.de

US-Präsident Donald Trump hat den Chef der Kampfsportliga UFC, Dana White, für den Posten des Pressesprechers im Weißen Haus vorgeschlagen. Trump machte das Angebot am Samstag über seine Plattform Truth Social öffentlich. White hat eine ausdrückliche Zusage bislang nicht gegeben, veröffentlichte jedoch ein Foto von sich am Rednerpult im Presseraum des Weißen Hauses. Die Bildunterschrift lautete: „On to the next chapter“. Ob das Foto echt oder mit künstlicher Intelligenz erstellt wurde, ist unklar.

Das Weiße Haus ist derzeit ohne offiziellen Pressesprecher. Die Position ist seit dem 16. Oktober unbesetzt. Katie Zacharia hatte den Posten übernommen, verließ ihn aber nach weniger als einer Woche wieder. Der Präsident ist für die Kommunikation mit Medien und Öffentlichkeit auf eine funktionierende Pressestelle angewiesen, und die Vakanz fällt in eine politisch aufgeladene Phase.

Dana White ist 57 Jahre alt und Präsident sowie Geschäftsführer der UFC. Die Liga zeigt ihre Kämpfe weltweit im Fernsehen; die Wettkämpfe im Käfig gelten als besonders hart. Trump und White sind seit langem befreundet. Im Juni richtete die UFC zu Trumps 80. Geburtstag einen Kampf auf dem Südrasen des Weißen Hauses aus. Die Verbindung zwischen beiden reicht damit weit über die bloße Geschäftsbeziehung hinaus, und ein Auftritt White Houses vor den Kameras wäre ein weiterer Schritt in dieser Nähe.

Trump nannte in seiner Mitteilung zudem sechs UFC-Kämpfer, die White nach seinem Wunsch als Berater mitbringen solle. Zwei der genannten Athleten sind Russen, einer ist Brasilianer. Die Ankündigung wurde auch auf einem offiziellen Konto des Weißen Hauses veröffentlicht. Eine Begründung dafür, warum gerade diese Kämpfer genannt wurden, enthält die Mitteilung nicht. Ebenso ist offen, welche Aufgaben die Berater im Einzelnen übernehmen sollten.

White sitzt seit der Wiederwahl Trumps im Verwaltungsrat des Konzerns Meta. Einige Beobachter sehen in diesem Mandat ein Signal für eine konservativere Ausrichtung des Unternehmens. Die Personalie fügt sich damit in ein Geflecht aus Verbindungen zwischen dem Trump-Umfeld, dem Sport und Technologiekonzernen ein. Wie sich eine mögliche Doppelrolle aus Pressesprecher und Aufsichtsrat bei Meta vereinbaren ließe, ist bislang nicht bekannt.

Die Ankündigung fällt zudem in eine Zeit scharfer Auseinandersetzungen zwischen Regierung und Opposition. Trump hatte das Justizministerium angewiesen, Demokraten zu überprüfen. Die Demokraten kündigten ihrerseits Untersuchungen zu einer möglichen Selbstbereicherung Trumps an. Trump bezeichnete die Schritte der Demokraten nach deren Niederlage bei den Zwischenwahlen als Erpressung. Der demokratische Fraktionschef im Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries, schloss ein drittes Amtsenthebungsverfahren nicht aus. Robert Garcia wird im kommenden Kongress voraussichtlich den Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses leiten. Justizminister Todd Blanche kritisierte bei Fox News den Zeitpunkt der demokratischen Vorstöße.

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Greta Kaufmann

Autor

Gesellschaftsreporterin

Greta Kaufmann berichtet für Güldendorf über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.