«Ein Fall für zwei» startet mit neuen Folgen und nähert sich dem Ende
Antoine Monot und Wanja Mues kehren am 11. September mit vier neuen Fällen als Anwalt Hornberg und Detektiv Oswald zurück. Gleichzeitig hat das ZDF das Ende der traditionsreichen Krimireihe nach mehr als vier Jahrzehnten beschlossen.
Die ZDF-Krimireihe «Ein Fall für zwei» geht mit vier neuen Folgen auf Sendung, doch der Abschied rückt näher. Antoine Monot und Wanja Mues kehren als Rechtsanwalt Benjamin «Benni» Hornberg und Privatdetektiv Leo Oswald auf den gewohnten Sendeplatz am Freitagabend zurück. Die zwölfte Staffel ihrer Ära beginnt am 11. September um 20:15 Uhr mit der Episode «Millionär für eine Nacht».
Darin erlebt Geschäftsmann Mark Liffert nach einer durchzechten Nacht ein böses Erwachen: In einer Stretchlimousine kommt er neben dem erschossenen Fahrer zu sich, die Tatwaffe hält er selbst in der Hand. An die Ereignisse der vergangenen Stunden kann er sich nicht erinnern. Während Hornberg die Pflichtverteidigung des Geschäftsmanns übernimmt, ermittelt Oswald im Umfeld des getöteten Fahrers «Gio». Schnell stellt sich heraus, dass dieser ein Doppelleben führte und in illegale Geschäfte verwickelt war. Gleichzeitig gerät auch Liffert immer stärker unter Druck: Sein Start-up droht zu scheitern, seine Ex-Freundin ist ausgerechnet die Chefin des Limousinenservices, und eine Bekanntschaft aus einem Club soll ihm Ketamin verabreicht haben.
Auch in den drei weiteren neuen Folgen warten komplizierte Fälle auf das Frankfurter Duo. In «Drei Mütter» steht eine Frau unter Verdacht, ihre eigene Schwester ermordet zu haben. «Größenwahn» dreht sich um den Tod eines Motivationscoachs, während in «Dunkle Schatten» eine Frau beschuldigt wird, ihren Ehemann getötet zu haben. Seit 2014 ermitteln Monot und Mues gemeinsam in Frankfurt.
Für die beiden Darsteller sind die neuen Folgen auch deshalb besonders, weil das Ende der Reihe inzwischen beschlossen ist. Das ZDF hat angekündigt, die traditionsreiche Serie nach mehr als vier Jahrzehnten einzustellen. Die 2026 produzierte letzte Staffel soll 2027 ausgestrahlt werden. Anschließend ist noch ein 90-minütiger Abschlussfilm geplant, der 2027 gedreht werden soll.
Wanja Mues bedauert das Ende, sieht aber auch einen guten Zeitpunkt für den Abschied. «Wir sind auf dem Zenit des Erfolgs, haben, wie ich finde, dieses und letztes Jahr die besten Folgen überhaupt gedreht», erklärte der Schauspieler. «Es ist zumindest schön, dass wir auf der Höhe aufhören.» Völlig unvorbereitet habe ihn die Entscheidung nicht getroffen. «Ich habe in meinen 40 Jahren Berufsleben schon viele Serien gedreht und weiß daher, dass irgendwann immer ein Ende kommt», so Mues. Nun bleibe «Zeit und Raum für neue spannende Rollen».
Auch an die Zuschauer richtet sich der 52-Jährige: «Ein großes Kapitel deutscher Fernsehgeschichte findet sein Ende. Das tut mir leid für die vielen Millionen treuer Fans, die uns am Freitagabend regelmäßig begleitet haben.» Gleichzeitig blickt er nach vorn: «Jetzt ist Zeit für neue Abenteuer und ich freue mich schon auf alles, was da kommt!»
Sein Kollege Antoine Monot blickt ebenfalls mit Wehmut auf das bevorstehende Ende. «In allererster Linie bin ich traurig, weil es eine total tolle und schöne Arbeit war», sagte der Darsteller von Benni Hornberg. Die Zusammenarbeit mit Wanja Mues, der Produktionsfirma und dem ZDF habe er sehr genossen. Vor allem die lange Zeit bei der Serie sei für ihn etwas Besonderes. «Ich arbeite jetzt seit 34 Jahren in dem Beruf, und dass wir etwas 13 Jahre lang machen dürfen, ist in meinem Berufsleben eine totale Ausnahme.» Ihm sei zugleich immer bewusst gewesen, dass eine Serie irgendwann ende.
Ganz vorbei ist die gemeinsame Zeit noch nicht. Auf den abschließenden Spielfilm freut sich Monot bereits: «Wir drehen im nächsten Jahr einen ‹Fall für zwei›-Spielfilm. Darauf freue ich mich sehr. Da kommen wir mit dem Team nochmal nach Frankfurt, das wird toll.» Monot und Mues hatten «Ein Fall für zwei» 2014 in neuer Besetzung übernommen. Zuvor hatte vor allem Claus Theo Gärtner die Serie geprägt. Von 1981 bis 2013 spielte er mehr als drei Jahrzehnte lang den Privatdetektiv Josef Matula. Nach seinem Abschied wurde der ZDF-Klassiker mit Hornberg und Oswald neu aufgelegt.
