Sechs Bundesländer starten gemeinsame Open-Source-Bildungsplattform für Schulen
Sechs Länder setzen beim digitalen Unterricht auf eine Open-Source-Plattform und machen sich damit unabhängiger von US-Konzernen wie Microsoft und Google.
Im Schulalltag sollen Software-Angebote von Microsoft und Google künftig weniger selbstverständlich sein. Sechs Bundesländer haben sich zusammengeschlossen und starten eine gemeinsame Bildungsplattform auf Basis von Open-Source-Software. Ziel ist es, Schulen ein digitales Lernumfeld zu bieten, das nicht allein von einzelnen US-Konzernen abhängig ist.
Grundlage der Zusammenarbeit ist ein Rahmenvertrag, den die beteiligten Länder für eine digital souveräne Bildungsplattform unterzeichnet haben. Die Plattform soll Schulen die Möglichkeit geben, digitale Werkzeuge für Unterricht, Kommunikation und die Organisation des Lernens zu nutzen, ohne dabei auf proprietäre Produkte ausländischer Anbieter angewiesen zu sein. Der Gedanke dahinter: Die öffentliche Hand behält mehr Kontrolle über Daten, Weiterentwicklung und Kosten.
Die Initiative wurde im Rahmen des Digital-Gipfels vorgestellt. Sie verbindet zwei Anliegen, die in der Bildungspolitik seit Längerem diskutiert werden: die Stärkung der digitalen Souveränität und die Vermeidung einseitiger Abhängigkeiten von wenigen großen Technologiekonzernen. Open-Source-Lösungen gelten dabei als Möglichkeit, Software transparent zu prüfen, anzupassen und gemeinsam weiterzuentwickeln.
Über die genauen Funktionen der Plattform und den Zeitplan für die flächendeckende Einführung an den Schulen der beteiligten Länder liegen bislang nur begrenzte Angaben vor. Klar ist, dass die Plattform als gemeinsames Projekt der Länder angelegt ist, sodass Schulen in den beteiligten Bundesländern auf dieselbe Grundlage zugreifen können.
Quelle: handelsblatt.com
9
