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Mikrowellen im Test: Kombigeräte mit Crisp- und Dampffunktion vorn

Ein großer Vergleichstest hat sechs Mikrowellen aus verschiedenen Preisklassen und Ausstattungsstufen geprüft. Testsieger wurde eine Kombi-Mikrowelle mit Crisp-Technologie und Dampfgarer, dicht gefolgt von einem preiswerteren Modell mit Grill- und Dampffunktion.

Mikrowellen im Test: Kombigeräte mit Crisp- und Dampffunktion vorn
Hot oder Schrott?: Für Familien, Singles, Hobbyköche: Sechs Mikrowellen im Test

Mikrowellen gehören in vielen Küchen zur Grundausstattung, doch die Unterschiede zwischen den Geräten sind erheblich. Ein aktueller Vergleichstest hat sechs Modelle aus unterschiedlichen Preisklassen und mit unterschiedlicher Ausstattung unter die Lupe genommen. Das Ergebnis zeigt: Kombigeräte mit zusätzlichen Funktionen wie Grillen, Dampfgaren oder einer Crisp-Technologie liegen bei der Bewertung vorn. Als Testsieger ging die Bauknecht MW 427 SL hervor, die als vielseitige und durchdachte Kombi-Mikrowelle beschrieben wird.

Die Bauknecht MW 427 SL überzeugte die Tester vor allem durch ihre Crisp-Technologie, mit der sich knusprige Pommes oder Pizza zubereiten lassen. Auch Grillgerichte mit Fleisch oder fleischloser Kost sind möglich. Zudem ist sie das einzige Gerät im Test, das über einen echten Dampfgarer verfügt. Das zeitlose Design, das übersichtliche Bedienfeld mit gut sichtbaren Piktogrammen und das haptisch gut bedienbare Drehrad wurden ebenfalls positiv hervorgehoben. Der umfangreiche Zubehörumfang rundete den Gesamteindruck ab.

Als Preis-Leistungs-Tipp mit ebenfalls fünf Sternen schnitt die LG MH 6535 GDS ab. Sie verfügt über einen Griller und eine Dampffunktion, auch wenn kein echter Dampfgarer eingebaut ist. Im mitgelieferten Behälter lassen sich beispielsweise Gemüse dämpfen. Die Mikrowellenleistung von 1.000 Watt und ein Nettovolumen von 20 Litern beeindruckten die Tester ebenso wie das ansprechende Design, das in moderne Küchen passt.

Für den Test wurden nach Angaben der Tester Marken bekannter Hersteller aus unterschiedlichen Preisklassen und mit unterschiedlichen Ausstattungen ausgewählt, die in bekannten Onlineshops gut verfügbar sind. Geprüft wurden neben Material und Verarbeitung auch die Logik des Bedienfeldes, die Menüführung und die Handhabung der Tasten. Laut einer aktuellen Markterhebung greifen fast die Hälfte der Käufer von Mikrowellen zu Kombigeräten, weshalb erweiterte Funktionen in die Wertung einflossen. Eine Solo-Mikrowelle sei deshalb aber nicht schlechter, betonen die Tester, jedes Gerät erfülle seinen Zweck.

Die praktischen Tests umfassten mehrere standardisierte Verfahren. Beim sogenannten Wassertest wurde ein Glas mit 250 Millilitern Wasser in die Mitte des Garraums gestellt und zwei Minuten bei 600 Watt erhitzt, anschließend wurde die Temperatur mit einem Stabthermometer gemessen. Um die Gleichmäßigkeit des Garens zu prüfen, legten die Tester eine Tafel Milchschokolade auf einen flachen Teller und ließen sie bei voller Leistung 25 Sekunden lang schmelzen. Blieben Stellen ungeschmolzen, deutete das auf eine ungleichmäßige Hitzeverteilung hin.

Auch die Erwärmung der Außenwände und der Oberseite wurde gemessen, da dies einerseits für die Sicherheit relevant ist und andererseits auf defekte Bauteile hinweisen kann. Dazu stellten die Tester eine Schüssel mit einem Liter Wasser in die Mikrowelle und maßen nach zehn Minuten Betrieb bei voller Leistung die Außentemperaturen. Die Lautstärke wurde mit einem Dezibel-Messgerät überprüft, Abmessungen und Gewicht mit Meterstab und Personenwaage. Das Garraumvolumen ermittelten die Tester selbst, da Herstellerangaben oft nur den Bruttowert angeben und Einbauten nicht berücksichtigen.

Bei der Zubereitung von Speisen wurden mit einer Crisp-Mikrowelle und einem Heißluftgerät Pommes und Tiefkühl-Pizzabaguettes zubereitet. Die Ergebnisse entsprachen den Erwartungen, in einem Fall wurden sie sogar übertroffen. Bei einer weiteren Mikrowelle mit Grillfunktion blieb der gewünschte Knuspereffekt dagegen aus. Der Test zeigt, dass die Auswahl der richtigen Mikrowelle stark vom individuellen Nutzungsverhalten abhängt: Wer häufig aufwändiger kocht, profitiert von Kombigeräten mit zusätzlichen Garfunktionen, während für einfaches Erwärmen und Auftauen ein einfacheres Modell ausreichen kann.

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Greta Kaufmann

Autor

Gesellschaftsreporterin

Greta Kaufmann berichtet für Güldendorf über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.