Zverev zieht mit 6:0, 6:2 in Wien ins Halbfinale ein
Alexander Zverev hat beim ATP-Turnier in Wien das Halbfinale erreicht und sich dabei deutlich gegen den Briten Arthur Fery durchgesetzt. Das Traumfinale gegen Carlos Alcaraz bleibt möglich, und der künftige Weltranglistenerste zeigte eine klare Machtdemonstration.
Alexander Zverev hat beim ATP-Turnier in Wien seinen Siegeszug fortgesetzt und das Halbfinale erreicht. Der Tennisprofi gewann sein Viertelfinale gegen den Briten Arthur Fery mit 6:0, 6:2 und ließ dem Außenseiter kaum Chancen. Nach nicht einmal einer Stunde verwandelte er seinen ersten Matchball. Damit spielte er im Stil einer Nummer eins, die das Traumfinale der Veranstaltung weiterhin im Blick hat.
Die Partie war eine Neuauflage des Halbfinals von Wimbledon, bei dem sich beide ebenfalls gegenübergestanden hatten. Zverev dominierte die Nummer 35 der Welt von Beginn an, egal ob beim Aufschlag, von der Grundlinie oder am Netz. Nach 25 Minuten nutzte der zweimalige Grand-Slam-Sieger seinen ersten Satzball. Die Zuschauer in der Wiener Stadthalle spendeten aufmunternden Beifall, warteten aber zunächst vergeblich auf einen Spielgewinn des Briten. Erst nach 39 Minuten gelang Fery ein Erfolgserlebnis auf der Anzeigetafel, als er sein Aufschlagspiel zum 0:6, 1:2 durchbrachte. Er riss daraufhin die Arme in die Luft, viel mehr Grund zum Jubeln gab es für ihn an diesem Abend nicht.
Zverev zeigte sich nach dem Match gelassen und mit einem Augenzwinkern. „Ich habe mich etwas müde gefühlt, weil ich letzte Nacht nicht so viel geschlafen habe“, sagte er. „Dennoch habe ich mich gut gefühlt. Alles hat funktioniert und ich hoffe, so geht es weiter.“ Im Halbfinale trifft er nun auf den Italiener Matteo Berrettini oder den Australier Alex de Minaur. Im Kampf um das Finale könnte er anschließend auf den Spanier Carlos Alcaraz treffen, dessen Gegner noch nicht feststeht.
Mit dem Viertelfinaleinzug hat sich Zverev zugleich den Sprung an die Spitze der Weltrangliste gesichert. Ab Montag wird er die Rangliste erstmals anführen, was ihn zum zweiten männlichen Deutschen auf Platz eins nach Boris Becker macht. Becker hatte die Position vor gut 35 Jahren inne. Bei den Frauen schafften es bislang nur Steffi Graf und Angelique Kerber auf den Thron. Der gebürtige Hamburger untermauert mit dieser Entwicklung seine Ausnahmestellung im deutschen Tennis.
Parallel zum Turnier in Wien lief auch in Basel ein Erfolg für einen weiteren Deutschen. Jan-Lennard Struff, der Warsteiner, zog dort mit einem souveränen 6:2, 6:3 über den Portugiesen Nuno Borges ins Halbfinale ein. Einen Tag zuvor hatte er den Serben Novak Djokovic überraschend besiegt. Im Halbfinale trifft der 36-Jährige nun auf den Tschechen Jiri Lehecka. Struff steht damit ebenfalls im Kampf um einen Titel, nachdem er in den vergangenen Tagen mehrere Favoriten hinter sich gelassen hat.
Ein weiteres Wiedersehen mit Fery könnte bereits Ende November stattfinden. Dann trifft Deutschland im Viertelfinale des Davis Cup auf Großbritannien, und die beiden Spieler könnten erneut aufeinandertreffen. Für Zverev wäre dies eine Gelegenheit, seine aktuelle Form auch im Team zu bestätigen, während Fery nach der deutlichen Niederlage in Wien auf eine bessere Leistung hoffen dürfte.
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