Bochum wirft Mainz aus dem DFB-Pokal, Dortmund gewinnt in der Nachspielzeit
Der VfL Bochum besiegt Mainz 05 mit 2:0 und zieht ins Achtelfinale des DFB-Pokals ein. Borussia Dortmund setzt sich gegen Werder Bremen mit 3:2 durch, Gladbach gewinnt trotz langer Unterzahl gegen den Karlsruher SC.
Der Bundesligist Mainz 05 ist im DFB-Pokal zum vierten Mal in Folge an der Hürde Achtelfinale gescheitert. Beim Zweitligisten VfL Bochum verloren die Mainzer mit 0:2 und verpassten damit den Einzug in die nächste Runde des Wettbewerbs. Für die Mainzer endet der Pokalwettbewerb damit früh, während die Bochumer den Erfolg als Weiterkommen in die nächste Runde verbuchen.
Auch die anderen Partien der zweiten Runde brachten Entscheidungen. Borussia Dortmund besiegte Werder Bremen mit 3:2 und musste dafür bis in die Nachspielzeit zittern. Zuvor hatten Serhou Guirassy in der 6. Minute und Carney Chukwuemeka in der 17. Minute die Dortmunder früh mit 2:0 in Führung gebracht. Die Führung wurde durch einen aberkannten Treffer von Guirassy in der 14. Minute kurzzeitig relativiert, nachdem der Videoassistent eine Abseitsstellung festgestellt hatte. Niclas Füllkrug, der nach der Pause eingewechselt wurde, glich mit einem Doppelschlag in der 65. und 69. Minute aus. Die Wechsel veränderten die Dynamik der Partie völlig, wie der Ablauf zeigt. In der dritten Minute der Nachspielzeit traf schließlich Marcel Sabitzer mit einem Freistoß zum Sieg.
Für Sabitzer war es ein besonderer Moment. Nach dem Treffer wurde er von den Fans im mit 81.365 Zuschauern ausverkauften Signal Iduna Park besonders gefeiert. «Das ist einer der emotionalsten Momente im BVB-Trikot», sagte der Österreicher dem Sender Sky. Der Sieg nach 3:2 bedeutete für die Borussia den Einzug ins Achtelfinale und zugleich eine gelungene Generalprobe für das Topspiel der Bundesliga am Samstagabend gegen den FC Bayern München. Nach der Partie hallte es «Zieht den Bayern die Lederhosen aus» durch das Stadion, wie die Stimmung der Anhänger zeigte.
Bremens Mitchell Weiser zeigte sich enttäuscht. «Das tut sehr weh. Das Traurige im Pokal ist, dass es jetzt nicht weitergeht», sagte er. Die Bremer hatten im ersten Durchgang schwach gewirkt und ohne ihren Goalgetter Füllkrug begonnen, der erst nach der Pause ins Spiel kam. Dortmund hatte sich vor allem durch Maximilian Beier über die linke Außenbahn Vorteile verschafft, der die Bremer in den ersten Minuten vor Probleme stellte. Die Dortmunder traten 18 Tage nach dem 2:2 der beiden Traditionsvereine in der Bundesliga furios auf und setzten die Gäste früh unter Druck.
Auch im Karlsruher SC gab es an diesem Pokalabend ein Ergebnis zugunsten des Bundesligisten. Borussia Mönchengladbach gewann beim Zweitligisten KSC mit 2:0 (1:0) und zog ebenfalls ins Achtelfinale ein. Robin Hack (7. Minute) und der eingewechselte Lukas Ullrich (49. Minute) erzielten die Tore. Philipp Sander sah in der ersten Halbzeit wegen einer Notbremse die Rote Karte (39. Minute), dennoch brachte die Borussia den Vorsprung über die Zeit. Angesichts der Englischen Woche hatten beide Teams personell durchgewechselt, wobei Blessin bei der Borussia fünfmal und KSC-Trainer Maximilian Senft nach dem 1:6 in der Liga beim 1. FC Magdeburg viermal wechselte. Der Erfolg kam vier Tage nach dem ersten Bundesliga-Sieg der Saison und war für das Team von Trainer Alexander Blessin ein wichtiger Schritt, nachdem die Mannschaft in der Liga bis dahin auf dem letzten Platz stand.
Fußball-Spielplan und Ergebnisse
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