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Marihuana-Geruch stört Sabalenka bei den US Open

Bei den US Open in New York beklagt sich Titelverteidigerin Aryna Sabalenka erneut über starken Marihuana-Geruch auf dem Platz. Das Problem ist seit der Legalisierung von Cannabis im Bundesstaat New York ein wiederkehrendes Thema – auch andere Profis wie Alexander Zverev haben sich bereits beschwert.

Marihuana-Geruch stört Sabalenka bei den US Open
Tennis: Schon wieder Marihuana-Ärger bei den US Open

Bei den US Open in New York haben die Tennisspieler erneut mit einem ungewöhnlichen Gegner zu kämpfen: dem Geruch von Marihuana, der immer wieder auf die Plätze zieht. Diesmal meldete sich Titelverteidigerin Aryna Sabalenka während ihrer Drittrundenpartie gegen Kamilla Rachimowa bei der Schiedsrichterin und beschwerte sich über den beißenden Cannabis-Geruch. „Jemand raucht Weed. Willst du nicht mal etwas machen? Weil es so stark ist“, sagte die Weltranglistenerste aus Belarus bereits nach wenigen Minuten des Spiels.

Trotz der Ablenkung ließ sich Sabalenka nicht aus dem Konzept bringen und gewann die Partie souverän in zwei Sätzen (6:4, 6:4). Nach dem Match äußerte sie sich erneut zu der Szene: „Ich dachte nur: Leute, ihr könnt machen, was ihr wollt, ihr könnt rauchen, was ihr wollt, ihr könnt euch so gut entspannen, wie ihr wollt, aber bitte nicht in der Nähe der Tennisplätze. Es ist etwas schwierig, mit diesem Geruch umzugehen, wenn man versucht, sein Bestes zu geben.“

Das Problem ist in Flushing Meadows nicht neu. Seit Jahren beschweren sich Profis über den Marihuana-Geruch, der von den Tribünen oder sogar von außerhalb der Anlage auf die Courts weht. Auch das deutsche Tennis-Ass Alexander Zverev machte bereits vor drei Jahren seiner Frustration Luft. „Oh mein Gott, es ist buchstäblich überall, der ganze Platz riecht nach Weed“, klagte er damals und stellte fest: „Court 17 riecht wie Snoop Doggs Wohnzimmer.“ Der Rapper ist für seinen exzessiven Marihuana-Konsum bekannt.

Die deutsche Spielerin Tamara Korpatsch berichtete wegen ihrer Asthma-Erkrankung sogar über Atemprobleme durch die Cannabis-Schwaden. Im vergangenen Jahr äußerte sich auch der Norweger Casper Ruud verärgert: „Es ist ziemlich nervig, wenn man spielt, müde ist und nur wenige Meter entfernt jemand Marihuana raucht.“ Die Beschwerden reihen sich in eine lange Liste von Vorfällen ein, die das Turnier seit der Legalisierung von Cannabis im US-Bundesstaat New York begleiten.

Seit 2021 ist der Konsum von Marihuana in New York legal, seit Ende 2022 wird es dort frei verkauft. Die US Open finden im Arthur-Ashe-Stadion im Stadtteil Queens statt, wo der Geruch offenbar regelmäßig bis auf die Courts zieht. Für die Organisatoren stellt das wiederkehrende Problem eine Herausforderung dar, denn die Spieler erwarten bei einem Grand-Slam-Turnier störungsfreie Bedingungen. Bislang gab es jedoch keine Anzeichen dafür, dass die Veranstalter konkrete Maßnahmen ergriffen haben, um den Geruch einzudämmen.

Sabalenka, die als Nummer eins der Weltrangliste in New York antritt, machte deutlich, dass sie kein grundsätzliches Problem mit dem Konsum habe, sondern mit der Nähe zum Spielfeld. Ihre Forderung richtete sich an die Verantwortlichen, für Abhilfe zu sorgen. Ob die US Open künftig strengere Regeln durchsetzen oder die Platzanlage anders abschirmen werden, bleibt abzuwarten. Fest steht: Das Thema wird die Spielerinnen und Spieler in Flushing Meadows wohl auch in den kommenden Jahren begleiten.

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Helena Beckmann

Autor

Kulturkorrespondentin

Helena Beckmann berichtet für Güldendorf über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.