Olympiasieger Ronald Rauhe wird neuer Sport-Staatsminister
Bundeskanzler Friedrich Merz besetzt den offenen Posten des Sport-Staatsministers neu. Der zweifache Kanu-Olympiasieger Ronald Rauhe übernimmt das Amt von Christiane Schenderlein im Bundeskanzleramt.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat einen Nachfolger für den Posten des Sport-Staatsministers gefunden. Der zweifache Kanu-Olympiasieger Ronald Rauhe wird neuer Staatsminister für Sport im Bundeskanzleramt. Der 44-Jährige folgt damit auf die bisherige Amtsinhaberin Christiane Schenderlein.
Merz gab die Personalentscheidung über seinen Instagram-Account bekannt. Dort veröffentlichte der Kanzler ein Video, das Rauhe zunächst in Sportkleidung mit einem Kanu zeigt und ihn anschließend im Anzug auf dem Weg zu Merz in dessen Büro präsentiert. „Willkommen im Team“, lautet die Unterschrift des Beitrags. Damit ist die letzte offene Stelle im Rahmen des Kabinettsumbaus besetzt, den der Kanzler bereits vor dem Sommer an mehreren Stellen vorgenommen hatte.
Rauhe zählt zu den erfolgreichsten deutschen Kanusportlern. Bei Olympischen Spielen gewann er zweimal die Goldmedaille und feierte darüber hinaus zahlreiche Erfolge bei Welt- und Europameisterschaften. Mit seiner Berufung holt Merz einen ausgewiesenen Spitzensportler in die Regierungszentrale, der die Belange des Sports aus eigener Erfahrung kennt.
Die Umbesetzung im Kanzleramt war notwendig geworden, nachdem der Posten des Sport-Staatsministers neu zu vergeben war. Zuvor hatte sich offenbar eine andere Lösung zerschlagen, die der Kanzler ursprünglich für die Position vorgesehen hatte. Details zu den Gründen, warum diese Kandidatur nicht zustande kam, wurden zunächst nicht bekannt.
Mit der Ernennung Rauhes setzt die Bundesregierung auf Kontinuität in der Sportpolitik, während gleichzeitig ein prominenter Athlet mit internationaler Erfahrung in die politische Arbeit eingebunden wird. Rauhe steht nun vor der Aufgabe, die sportpolitischen Schwerpunkte der Regierung umzusetzen und die Interessen des Leistungs- und Breitensports in der Bundesregierung zu vertreten.
