Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger ist unerwartet gestorben
Der bayerische Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) ist im Alter von 55 Jahren tot in einem Berliner Hotel aufgefunden worden. Das Ministerium will die Arbeit ohne Bruch fortsetzen, Staatssekretär Tobias Gotthardt führt es übergangsweise.
Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger von den Freien Wählern ist unerwartet gestorben. Der 55-Jährige wurde am Mittwoch leblos in einem Hotel in Berlin-Mitte gefunden. Zuvor hatte er wegen gesundheitlicher Probleme eine Rede bei der Eröffnung eines Berliner Büros der Staatsregierung verpasst. Der Tod des stellvertretenden Ministerpräsidenten hinterlässt eine spürbare Lücke in der Koalition aus CSU und Freien Wählern unter Ministerpräsident Markus Söder.
Aiwanger war seit 2018 Minister und zugleich stellvertretender Regierungschef des Freistaats. Die Koalition aus CSU und Freien Wählern regiert Bayern unter Söder, und Aiwanger gehörte in dieser Konstellation zu den prägenden Figuren seiner Partei. Dass er gerade in der Hauptstadt ausfiel, wo er die Präsenz Bayerns stärken sollte, unterstreicht, wie plötzlich sein Tod die Arbeit der Staatsregierung getroffen hat.
Das Wirtschaftsministerium kündigte an, die Arbeit ohne Bruch fortzuführen. Die Leitung übernimmt zunächst Staatssekretär Tobias Gotthardt. Er befand sich zu dieser Zeit auf einer Delegationsreise in Singapur und kehrte mit dem nächstmöglichen Flug zurück. Gegen 6.30 Uhr morgens landete er und fuhr direkt ins Ministerium.
Die Leiterin der Abteilung, Sabine Jarothe, bezeichnete den Verlust als riesige Lücke. Gotthardt genieße für seine Übergangsaufgabe die volle Unterstützung der Mitarbeiter. Das Haus werde den Kurs Aiwangers fortsetzen, ohne laufende Projekte anzuhalten. Zugleich wolle man die Stimme Bayerns in Berlin und Brüssel stark halten.
Bei einer Pressekonferenz in München zeigte sich Gotthardt sichtlich bewegt. Über einen förmlichen Nachfolger im Amt des Wirtschaftsministers ist noch nicht entschieden. Diese Entscheidung liegt bei den Freien Wählern, die sie erst noch treffen müssen.
Quelle: stern.de
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