Neuer «Resident Evil»-Film bricht Startrekorde ohne Milla Jovovich
Die Neuauflage von «Resident Evil» unter Regie von Zach Cregger spielt an nur drei Tagen rund 60 Millionen Dollar in Nordamerika ein und übertrifft damit alle Erwartungen. Weltweit stehen bereits etwa 108 Millionen Dollar zu Buche – ein Rekordstart für die Filmreihe, die erstmals ohne Milla Jovovich auskommt.
Die Neuauflage der Filmreihe «Resident Evil» ist ohne die langjährige Hauptdarstellerin Milla Jovovich an den Kinokassen fulminant gestartet. Allein in den USA und Kanada spielte der von Zach Cregger inszenierte Film in den ersten drei Tagen rund 60 Millionen Dollar ein. Das berichtet die Branchenseite «Deadline». Sony Pictures, der US-Verleih, hatte ursprünglich mit etwa 40 Millionen Dollar gerechnet – selbst die am Samstag nach oben korrigierte Prognose von 53 bis 55 Millionen Dollar wurde noch deutlich übertroffen.
Hinzu kommen nach Angaben von «Box Office Mojo» bislang etwa 48 Millionen Dollar aus Märkten außerhalb Nordamerikas. Damit summiert sich das weltweite Einspielergebnis bereits auf rund 108 Millionen Dollar. Kein Film der Reihe ist je besser gestartet, seit Paul W. S. Anderson 2002 den ersten Teil in die Kinos brachte. Besonders eindrucksvoll ist der Vergleich mit dem bislang erfolgreichsten Sequel: «Resident Evil: Afterlife» kam in Nordamerika über seine gesamte Laufzeit auf 60,1 Millionen Dollar. Creggers Film hat diese Marke nun beinahe an einem einzigen Wochenende erreicht.
In der Hauptrolle spielt Austin Abrams einen medizinischen Kurier, der mitten in einem tödlichen Virusausbruch in Raccoon City eine kostbare Lieferung ans Ziel bringen soll. An seiner Seite sind Zach Cherry, Kali Reis und Paul Walter Hauser zu sehen. Produziert wurde der Film von TriStar Pictures, Constantin Film und Davis Film. Der Start markiert für Regisseur Cregger den stärksten seiner Karriere. Sein vorheriger Film, der Oscar-prämierte Horrorhit «Weapons», hatte im August 2025 zum Auftakt 43,5 Millionen Dollar eingespielt.
Cregger ist entsprechend gefragt. Als Nächstes stehen unter anderem «The Flood» und ein Prequel über die «Weapons»-Figur Gladys auf seinem Plan. Ob er trotzdem für eine Fortsetzung von «Resident Evil» zurückkehrt, ist offen. Ganz abgeschlossen hat er mit Raccoon City aber offenbar nicht. «Ich kann nicht anders, als über andere Richtungen nachzudenken, in die diese Geschichte gehen könnte», sagte er vor dem Kinostart dem Portal «The Playlist».
Die Messlatte für die Neuauflage bleibt dennoch hoch. Milla Jovovich hatte die Hauptrolle im ersten Film und in fünf Fortsetzungen verkörpert. Zusammen spielten die sechs Filme, von denen vier ihr Ehemann Paul W. S. Anderson drehte, weltweit mehr als 1,2 Milliarden Dollar ein. Der bislang umsatzstärkste Teil war das Finale: «Resident Evil: The Final Chapter» kam 2016 weltweit auf 314 Millionen Dollar. Eine Hürde, die die Neuauflage nach diesem Traumstart wohl leicht überbieten wird.
16
