Nach vier Tagen ohne Gas sind in drei Gemeinden erste Haushalte wieder am Netz
Nach einem Wasserrohrbruch waren rund 540 Haushalte südlich von Schwerin ohne Gasversorgung. Die ersten Kunden in Rastow und Kraak sind nun wieder angeschlossen.
Nach einem Wasserrohrbruch sind in drei Gemeinden südlich von Schwerin die ersten Haushalte nach vier Tagen wieder ans Gasnetz angeschlossen worden. Am Dienstagmittag hatten sie wieder Heizung und Warmwasser. Seit Freitag hatten mehr als 500 Haushalte bei herbstlichen Temperaturen ohne Gasversorgung auskommen müssen.
Zunächst konnte die Gemeinde Rastow wieder ans Netz gehen, wie der Betreiber HanseWerk mitteilte. Die Haushalte in Kraak sollten folgen. In den beiden Gemeinden zusammen waren den Angaben zufolge rund 400 Haushalte betroffen. In Uelitz, der dritten betroffenen Gemeinde, sollen die letzten Kunden voraussichtlich am Mittwoch wieder angeschlossen werden. Insgesamt war die Gasversorgung von rund 540 Kunden unterbrochen. Die Versorgung wurde also nicht in allen Orten gleichzeitig wiederhergestellt, sondern Gemeinde für Gemeinde.
Ursache des tagelangen Ausfalls war laut HanseWerk ein Wasserrohrbruch neben einer Gasleitung am vergangenen Freitagvormittag. Das austretende Wasser beschädigte die Gasleitung, wodurch Wasser und Sedimente in das Gasnetz gelangten. Eine Sprecherin des Unternehmens berichtete, die Reparaturarbeiten seien aufwendig gewesen. Gerade weil Sedimente in das Netz gelangt waren, mussten die Leitungen gründlich gereinigt werden, bevor sie wieder in Betrieb genommen werden konnten.
Zunächst mussten die Leitungen geöffnet werden. Mit einem Spül- und Saugwagen wurden nach Angaben der Sprecherin mehr als 60 Kubikmeter Wasser aus den Leitungen geholt. Anschließend mussten die betroffenen Leitungsabschnitte wieder zusammengeschweißt werden. Erst danach konnte die Versorgung schrittweise wieder aufgenommen werden, beginnend mit Rastow, gefolgt von Kraak und schließlich Uelitz.
Für die betroffenen Haushalte bedeutete der Ausfall vor allem den Verlust von Heizung und Warmwasser in einer Jahreszeit, in der die Temperaturen bereits deutlich gesunken waren. Die Dauer von vier Tagen zeigt, wie aufwendig die Instandsetzung eines Gasnetzes nach einem Schaden dieser Art sein kann, bei dem Wasser direkt in die Leitungen eindringt. Wann genau die letzten Kunden in Uelitz tatsächlich wieder angeschlossen sind, war zum Zeitpunkt der Meldung noch nicht bestätigt, die Angabe beruht auf einer voraussichtlichen Planung des Betreibers.
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