Medizin-Uni Cottbus und TU Dresden wollen enger zusammenarbeiten
Die neue Medizinische Universität Lausitz in Cottbus und die TU Dresden planen einen Kooperationsvertrag. Geplant sind Zusammenarbeit in Forschung, Studium und Lehre sowie ein mögliches Doppelstudium.
Die neue Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem in Cottbus und die Technische Universität Dresden wollen künftig enger zusammenarbeiten. Am kommenden Mittwoch soll dazu ein Kooperationsvertrag unterzeichnet werden, wie das Brandenburger Wissenschaftsministerium in einer Mitteilung ankündigte. Die Vereinbarung markiert den nächsten Schritt für eine Hochschule, die sich noch im Aufbau befindet.
Ziel sei eine «strukturierte Zusammenarbeit in den Bereichen des universitären Handelns», heißt es in der Mitteilung. Im Mittelpunkt stehen demnach die Zusammenarbeit in Forschung, Studium und Lehre sowie die Entwicklung der Fakultäten und der Administration. Auch gemeinsame Forschungsprojekte im Rahmen der Modellregion Gesundheit Lausitz sollen angegangen werden. Die Modellregion verbindet Gesundheitsforschung und Versorgung in der Lausitz und soll die Region als Standort für medizinische Fragen stärken.
Besonders aufmerksam verfolgt wird die Ankündigung eines möglichen Doppelstudiums, von dem in der Mitteilung ausdrücklich die Rede ist. Konkrete Angaben zu Zuschnitt, Studiengängen und Startzeitpunkt eines solchen Angebots gehen aus den vorliegenden Informationen allerdings nicht hervor. Ob und in welcher Form Studierende beider Hochschulen davon profitieren können, bleibt daher offen.
Die Cottbuser Universität steht noch am Anfang ihrer Entwicklung. Zuletzt sind dort 38 Studierende in ihr Medizinstudium gestartet. Im Vollausbau sind perspektivisch jährlich rund 200 Studienplätze für Erstsemester vorgesehen, dazu 80 Professuren und 1.300 zusätzliche Stellen für Forschung und Lehre. Der Aufbau einer Medizinhochschule in der Lausitz ist ein wesentliches Vorhaben, um die ärztliche Versorgung und die Forschung in der Region langfristig zu sichern.
Die geplante Kooperation mit einer etablierten Technischen Universität könnte für den Aufbau der jungen Hochschule eine wichtige Rolle spielen. Ein enger Austausch mit einer Universität, die über Erfahrung in Forschung und Lehre verfügt, kann dazu beitragen, Strukturen zu entwickeln und Verwaltungsprozesse zu gestalten. Entscheidend wird sein, wie die angekündigten Vereinbarungen nach der Unterzeichnung konkret umgesetzt werden.
8
