Der norwegische Schachweltmeister Magnus Carlsen hat an der Börse einen schweren Verlust erlitten. Wie das Nachrichtenportal Focus unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen berichtet, schrumpfte sein Aktienportfolio von rund 44 Millionen norwegischen Kronen auf nur noch etwa 4,8 Millionen Kronen. Das entspricht einem Wertverlust von fast 90 Prozent. Die genauen Ursachen für den Einbruch wurden in dem Bericht nicht im Detail genannt, doch wird deutlich, dass Carlsens Aktieninvestments zuletzt stark an Wert verloren haben.
Der Schachprofi, der seit Jahren zu den bekanntesten und erfolgreichsten Sportlern Skandinaviens zählt, hatte sein Vermögen nach früheren Medienberichten unter anderem durch kluge Immobiliengeschäfte sowie Beteiligungen an Technologieunternehmen aufgebaut. Der Focus-Artikel erwähnt ausdrücklich «Millionengewinne und Immobilien-Deals» als Teil von Carlsens Finanzaktivitäten. Es ist nicht das erste Mal, dass der Norweger mit unternehmerischem Geschick auffällt: Bereits in jungen Jahren investierte er Teile seiner Preisgelder und Sponsoreneinnahmen in Aktien und Start-ups.
Der jetzige Verlust bedeutet jedoch nicht, dass Carlsen in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist. Neben seinen Börsenanlagen verfügt er über ein Immobilienportfolio, das ihm weiterhin stabile Einnahmen beschert. Zudem fließen durch Sponsorenverträge und Turnierprämien regelmäßig hohe Summen auf seine Konten. Allein seine Teilnahme an der Schachweltmeisterschaft 2024 sicherte dem 33-Jährigen ein Garantiehonorar im Millionenbereich. Experten schätzen sein Gesamtvermögen weiterhin auf einen zweistelligen Millionenbetrag in Euro.
Carlsen selbst hat sich bislang nicht öffentlich zu den Verlusten geäußert. Auf Social-Media-Plattformen postet er wie gewohnt über Schach und private Aktivitäten. Der Focus-Bericht stützt sich eigenen Angaben zufolge auf Dokumente und Informationen aus Carlsens Umfeld. Die genauen Wertpapiere oder Fonds, in die er investiert war, wurden nicht offengelegt. Allerdings wird spekuliert, dass der Einbruch mit dem allgemeinen Kurseinbruch an den internationalen Aktienmärkten in den vergangenen Monaten zusammenhängen könnte. Ein direkter Zusammenhang wird jedoch im Artikel nicht hergestellt.
Magnus Carlsen gilt nicht nur als einer der besten Schachspieler der Geschichte, sondern auch als kluger Investor. Sein Scheitern an der Börse zeigt, dass selbst erfahrene Anleger nicht vor herben Verlusten gefeit sind. Die Schachwelt blickt nun gespannt darauf, ob Carlsen seine Strategie ändern wird – oder ob er die Verluste als Lektion verbucht und weitermacht wie bisher. Fest steht: Sein Name bleibt auch außerhalb des 64-Felder-Bretts ein Thema.



