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OpenAI-Chef Altman: Börsengang nicht mehr in diesem Jahr

OpenAI-Chef Sam Altman hält den Zeitpunkt für einen Börsengang des ChatGPT-Entwicklers derzeit für ungünstig. Der seit langem vorbereitete Schritt werde nicht mehr in diesem Jahr erfolgen.

OpenAI-Chef Altman: Börsengang nicht mehr in diesem Jahr
Künstliche Intelligenz: OpenAI-Chef: Börsengang nicht mehr in diesem Jahr

Der ChatGPT-Entwickler OpenAI wird in diesem Jahr nicht an die Börse gehen. Firmenchef Sam Altman hält den Moment für einen Börsengang des wohl bekanntesten KI-Unternehmens derzeit für ungünstig. «Man wäre schlecht beraten, genau jetzt an die Börse zu gehen», sagte Altman. Damit ist der seit langem vorbereitete Schritt, der als eines der größten Börsenereignisse der vergangenen Jahre gegolten hätte, vorerst auf Eis gelegt.

Ein Börsengang von OpenAI wäre ein Riesen-Event geworden. Das Unternehmen hat mit ChatGPT den Durchbruch der generativen künstlichen Intelligenz eingeleitet und gilt seither als zentrale Größe in einem Markt, der weltweit Milliardeninvestitionen anzieht. Ein Gang aufs Parkett hätte nicht nur dem Unternehmen selbst frisches Kapital verschafft, sondern auch dem gesamten KI-Sektor eine neue Bewertungsgrundlage gegeben. Anleger hätten erstmals direkt an der Entwicklung eines der führenden KI-Anbieter teilhaben können.

Altman begründet die Zurückhaltung mit der aktuellen Lage. Der Schritt an die Börse sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht ratsam. Der Verzicht auf den Börsengang fällt in eine Phase, in der die Branche ohnehin über die Geschwindigkeit der KI-Entwicklung diskutiert. In der Debatte um eine verlangsamte Entwicklung von KI werden zunehmend Fragen nach Risiken, Regulierung und den wirtschaftlichen Folgen des raschen Fortschritts erörtert. Für ein Unternehmen wie OpenAI, das im Zentrum dieser Entwicklung steht, ist das Umfeld damit alles andere als einfach.

Der Aufschub hat auch eine finanzielle Dimension. Ein Börsengang hätte dem Unternehmen Zugang zum öffentlichen Kapitalmarkt eröffnet und die Bewertung transparent gemacht. Ohne diesen Schritt bleibt OpenAI auf private Investoren angewiesen, deren Mittel langfristig gebunden sind. Gleichzeitig entfällt der Druck, Quartalszahlen zu veröffentlichen und kurzfristige Erwartungen von Aktionären zu erfüllen. Altman hatte in der Vergangenheit wiederholt betont, dass die Entwicklung von KI Zeit brauche und nicht allein an kurzfristigen Renditen gemessen werden sollte.

Für den Markt ist die Absage ein Signal. Sie zeigt, dass selbst das bekannteste KI-Unternehmen den aktuellen Zeitpunkt für einen Börsengang nicht für geeignet hält. Ob der Schritt im kommenden Jahr nachgeholt wird, bleibt offen. Klar ist nur, dass der lange vorbereitete Gang aufs Parkett vorerst nicht stattfindet und die Erwartungen an eines der größten Börsenereignisse der Branche damit neu sortiert werden müssen.

Henrik Falkenberg

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Redakteur vom Dienst

Henrik Falkenberg berichtet für Güldendorf über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.