Fraport verkauft Anteil an Gesundheitsdienstleister und steigert Quartalsgewinn
Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat seine Hälfte am Dienstleister Medical Airport Service verkauft. Der Verkauf hob den operativen Gewinn im dritten Quartal deutlich an, ohne ihn allein zu bestimmen.
Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat seine Beteiligung am Gesundheitsdienstleister Medical Airport Service GmbH verkauft und damit im dritten Quartal mehr verdient als zunächst erwartet. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) blieb ein Gewinn von 595 Millionen Euro, wie das im MDax gelistete Unternehmen mitteilte.
Nach Angaben des Konzerns hielt Fraport bislang 50 Prozent an der Medical Airport Service GmbH (MAS). Das Unternehmen organisiert für andere Unternehmen den Arbeitsschutz und die betriebsärztliche Versorgung der Beschäftigten. Mit dem Verkauf verlässt Fraport damit ein Geschäftsfeld, das nicht zum Kerngeschäft eines Flughafenbetreibers gehört. Die Mitteilung des Konzerns nennt keinen Käufer und keinen Verkaufspreis.
Der Verkauf habe den operativen Gewinn um 24 Millionen Euro nach oben getrieben. Ohne diesen Sondereffekt hätte der operative Gewinn die Erwartungen der Analysten knapp verfehlt, die mit einem Ebitda von 574 Millionen Euro gerechnet hatten. Der Abstand zwischen dem Ergebnis mit und ohne Sondereffekt zeigt, wie stark der Quartalszahlen-Erfolg vom einmaligen Anteilsverkauf getragen wurde.
Fraport-Chef Stefan Schulte hält trotz des Sondereffekts an den Jahreszielen fest. Dazu zählt ein operativer Gewinn (Ebitda) von über 1,44 Milliarden bis zu 1,5 Milliarden Euro. Die Jahresziele beruhen also nicht allein auf dem einmaligen Verkaufserlös, sondern auf dem laufenden Geschäft des Konzerns.
Die endgültigen Zahlen zum dritten Quartal will Fraport wie geplant am 4. November veröffentlichen. Bis dahin bleiben Details zum Verkaufspreis, zum Käufer und zur künftigen Entwicklung der Gesellschaft offen, da das Unternehmen dazu in der Vorabmitteilung keine Angaben gemacht hat. Die Zahlen des Quartals werden zeigen, wie sich das Ergebnis ohne den Sondereffekt entwickelt hat.
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