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«Die Rosenheim-Cops» starten in neue Staffel und verabschieden Kultfigur Miriam Stockl

Das ZDF setzt bei seinem Vorabend-Erfolgsformat auf Kontinuität: 24 neue Folgen der «Rosenheim-Cops» laufen ab dem 6. Oktober. Während andere Serien des Senders weniger Neuproduktionen erhalten, bleibt die Krimireihe stabil – trotz des Abschieds von Marisa Burger als Sekretärin Stockl.

«Die Rosenheim-Cops» starten in neue Staffel und verabschieden Kultfigur Miriam Stockl
"Die Rosenheim-Cops": Noch ist Frau Stockl am Apparat: In Rosenheim "gabats (wieder) a Leich"

Das ZDF startet die neue Staffel seiner Vorabend-Krimiserie «Die Rosenheim-Cops» mit 24 frischen Folgen. Ab Dienstag, dem 6. Oktober, läuft die erste Episode «Tod im Tiny House» wöchentlich um 19.25 Uhr, eine Woche vorab ist sie in der ZDF-Mediathek abrufbar. Die Staffel markiert zugleich einen tiefen Einschnitt für die Fangemeinde: Marisa Burger verlässt nach mehr als 20 Jahren die Serie und damit ihre Rolle als Polizeisekretärin Miriam Stockl.

In der Auftaktfolge wird der Tiny-House-Besitzer und Unternehmer Ben Gruber erstochen in seinem minimalistischen Heim aufgefunden. Die Kommissare Sven Hansen (Igor Jeftić) und Kilian Kaya (Baran Hêvî) stellen bei ihren Ermittlungen fest, dass Gruber nicht allein in der Siedlung war. Auch Daniel Donato (Paul Brusa) und Jo Caspar (Christian K. Schaeffer) wollten dort übernachten, können den Polizisten aber kaum weiterhelfen: Daniel schlief mit Ohrstöpseln, Jo hatte sich zu einer Frau davongestohlen. Die Ermittler stoßen dennoch auf Spuren, denn Gruber lebte offenbar weniger minimalistisch, als er vorgab. In den Fokus rückt sein Geschäftspartner Martin Oettinger (Daniel Sellier), doch auch Grubers Cousin Dr. Timo Steinbach (Bruno Sauter) und dessen Partnerin Bea Machtlfinger (Sabrina Hilde) könnten ein Motiv haben.

Für Marisa Burger endet die Ära Stockl erst später in der Staffel. In der Folge «Es gabat an Abschied» am Dienstag, dem 24. November, um 19.25 Uhr, verabschiedet sich die Schauspielerin nach über zwei Jahrzehnten. Ihre Aufgaben im Sekretariat übernimmt dann Christin Lange, gespielt von Sarah Thonig. Burger ist nicht die einzige, die Rosenheim verlässt: Auch Isabel Mergl, seit 2019 als Frau von Anton Stadler (Dieter Fischer) zu sehen, und Christian K. Schaeffer scheiden aus der Serie aus. Das «Time-Square» muss deshalb nicht schließen, erhält aber einen neuen Namen: Yasmin Rabe (Maya Haddad) übernimmt die Tagesbar «Das Rosi».

Während das ZDF bei anderen Vorabendformaten wie den verschiedenen «SOKOs», «Bettys Diagnose» und «Notruf Hafenkante» künftig weniger neue Folgen drehen und stattdessen verstärkt Wiederholungen zeigen soll, bleibt der Produktionsumfang der «Rosenheim-Cops» unverändert. Das hat wirtschaftliche Gründe: Die Krimiserie ist das reichweitenstärkste Format im ZDF-Vorabendprogramm. Durchschnittlich sahen mehr als 3,5 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer die neuen Folgen der vergangenen Staffel. Aus der jungen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen schalteten allerdings nur durchschnittlich 0,19 Millionen Menschen ein.

Die Entscheidung, an dem Format festzuhalten, fällt in eine Zeit, in der der öffentlich-rechtliche Senderhaushalt unter Beobachtung steht und Sparmaßnahmen in der Programmplanung sichtbar werden. Die «Rosenheim-Cops» bleiben damit eine verlässliche Größe im Vorabend, auch wenn der Abschied von prägenden Figuren wie Miriam Stockl die Serie verändert. Für die Fans beginnt die neue Staffel mit einem vertrauten Ton: Stockl ist zum Auftakt noch am Apparat und meldet wie gewohnt: «Es gabat a Leich!»

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Helena Beckmann

Autor

Kulturkorrespondentin

Helena Beckmann berichtet für Güldendorf über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.