Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wird von einem schweren Skandal überschattet. US-Präsident Donald Trump soll mehrfach mit Fifa-Präsident Gianni Infantino telefoniert haben, um die Rotsperre von US-Stürmer Folarin Balogun aufheben zu lassen. Die Sperre wurde tatsächlich kurz darauf aufgehoben, sodass Balogun im Achtelfinale gegen Belgien auflaufen darf. Die internationale Presse spricht von einem beispiellosen Eingriff in die Sportgerichtsbarkeit.
Der 25-jährige Balogun hatte im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina die Rote Karte gesehen, nachdem er unabsichtlich auf dem Knöchel seines Gegenspielers Tarik Muharemovic gelandet war. Die Fifa bestätigte die Sperre zunächst, doch nach den Telefonaten zwischen Trump und Infantino wurde die Entscheidung überraschend revidiert. Medienberichten zufolge soll Trump massiven Druck auf den Fifa-Chef ausgeübt haben.
Jürgen Klopp, der designierte Bundestrainer und MagentaTV-Experte, reagierte fassungslos auf die Vorgänge. «Das ist unser Spiel, nicht deren Spiel», sagte Klopp. «Wenn das wirklich Trump und Infantino miteinander ausgemacht haben, das ist verrückt. Das stellt alles infrage.» Klopp betonte, dass beide Männer keine Ahnung von Fußball hätten und gar nichts mit solchen Entscheidungen zu tun haben sollten. Auch inhaltlich könne er die Aufhebung der Sperre nicht nachvollziehen: «Da gibt es gar keine zwei Meinungen. Das ist eine Rote Karte. So leid uns das tut, weil der Balogun das nicht will. Das sind die Regeln.»
Der 59-Jährige erinnerte daran, dass selbst bei einer möglichen Fehlentscheidung die Akzeptanz von Schiedsrichterentscheidungen zum Sport gehöre. «Unser Spiel, da leiden wir alle unter Fehlentscheidungen. Trotzdem lernen wir im Laufe des Lebens, damit zu leben. Das ist einfach eine Tatsachenentscheidung», so Klopp. Seine Kritik richtet sich nicht nur gegen die Einflussnahme, sondern auch gegen die Untergrabung der sportlichen Fairness.
WELT-WM-Experte Thomas Helmer nannte die Vorgänge «unfassbar» und sagte: «Ich finde, Skandal ist noch untertrieben.» Die internationale Presse berichtet ausführlich über die «Causa Balogun» und wirft der Fifa vor, sich politischem Druck gebeugt zu haben. In Kommentaren ist von einer «Trump-Karte» die Rede, die Infantino gespielt habe, um die USA als Gastgeber der WM 2026 nicht zu verärgern.
Die Fifa selbst hat sich bislang nicht offiziell zu den Telefonaten geäußert. In einer knappen Stellungnahme hieß es lediglich, die Sperre sei nach erneuter Prüfung der Videoaufnahmen aufgehoben worden. Diese Begründung wird von vielen Beobachtern angezweifelt, da die ursprüngliche Entscheidung als eindeutig galt. Balogun ist der Topscorer der US-Mannschaft und gilt als Schlüsselspieler für das Achtelfinale.
Der Skandal wirft ein Schlaglicht auf die zunehmende Politisierung des Fußballs. Kritiker befürchten, dass die Glaubwürdigkeit des Weltverbands weiter Schaden nimmt, wenn Entscheidungen auf dem Rasen von politischen Interessen beeinflusst werden. Die WM 2026 findet in den USA, Kanada und Mexiko statt, was den Druck auf die Fifa erhöht, gute Beziehungen zu den Gastgeberländern zu pflegen.
Für die US-Mannschaft bedeutet die Aufhebung der Sperre einen sportlichen Vorteil, doch die Begleitumstände überschatten den Erfolg. Spieler und Trainer der US-Auswahl haben sich bislang nicht zu den Vorgängen geäußert. In den sozialen Medien wird die Entscheidung kontrovers diskutiert, viele Fans fordern eine unabhängige Untersuchung.
Jürgen Klopp, der derzeit mit dem Deutschen Fußball-Bund über seine Verpflichtung als Bundestrainer verhandelt, machte deutlich, dass solche Vorfälle das Vertrauen in den Sport erschüttern. «Das stellt alles infrage, was wir im Fußball für richtig halten», sagte er. Seine Worte finden in der Fußballwelt breite Zustimmung, auch wenn viele Funktionäre sich öffentlich zurückhalten.
Die Fifa steht nun vor der Herausforderung, das Vertrauen in ihre Entscheidungsprozesse wiederherzustellen. Ob die Organisation bereit ist, die Vorwürfe transparent zu untersuchen, bleibt abzuwarten. Der Skandal um Balogun könnte weitreichende Folgen haben, nicht nur für die WM 2026, sondern für die Glaubwürdigkeit des gesamten Weltfußballs.



