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DFB-Pokal: Frankfurt feiert Rekordsieg, Karlsruhe dreht Spiel in Münster

Eintracht Frankfurt gewinnt in der ersten Runde des DFB-Pokals mit 11:0 gegen den SC St. Tönis und stellt einen Rekord auf. Der Karlsruher SC siegt nach Rückstand mit 2:1 bei Preußen Münster.

DFB-Pokal: Frankfurt feiert Rekordsieg, Karlsruhe dreht Spiel in Münster
Fußball - Erste Runde im DFB-Pokal: Siege für Frankfurt und Karlsruhe, Platzsturm in Mannheim

Eintracht Frankfurt ist mit einem historischen Kantersieg in die neue Saison gestartet. Der Fußball-Bundesligist gewann in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Fünftligisten SC St. Tönis mit 11:0 (10:0) und zog souverän in die zweite Runde ein. Für den Pokal-Debütanten aus Tönisvorst war es zugleich die höchste Niederlage der Vereinsgeschichte.

Vor 10.893 Zuschauern in der ausverkauften Krefelder Grotenburg sorgte Jonathan Burkardt mit drei Treffern (4., 29., 41. Minute) für die Highlights. Weitere Tore erzielten Robin Koch (10.), Ayoube Amaimouni (17.), Can Uzun (34., 36.), Elias Baum (44.), Younes Ebnoutalib (45.+1), Mario Götze (45.+5) und der eingewechselte Fares Chaibi (87.). Für Trainer-Rückkehrer Adi Hütter war es ein gelungener Einstand im ersten Pflichtspiel seiner zweiten Amtszeit.

Bereits vor dem Anpfiff sorgten die rund 6000 mitgereisten Frankfurter Fans mit einer schwarz-roten Choreographie für Stimmung. Die Gastgeber aus der 30.000-Einwohner-Stadt Tönisvorst antworteten mit einer Konfettikanone. Der Anpfiff verzögerte sich kurz, weil ein Stück des Tornetzes nicht befestigt war. Auf dem Rasen waren noch Markierungen vom vergangenen Heimspiel der Footballer Krefeld Ravens zu sehen.

Die Partie nahm früh eine klare Richtung: Nach zwei Kopfballtoren nach Ecken durch Burkardt und Kapitän Koch war die Hoffnung der Amateure auf eine Überraschung schnell dahin. Die Frankfurter, die im letzten Testspiel gegen den FC Brentford mit 0:7 unterlegen waren, schöpften durch den frühen Doppelschlag Selbstvertrauen. Bis zur Pause bauten die Hessen die Führung auf 10:0 aus und stellten damit den höchsten Halbzeitstand in der Geschichte des DFB-Pokals auf.

Nach dem Seitenwechsel ließ es die Eintracht ruhiger angehen. St. Tönis kam unter lautstarkem Applaus sogar zur Chance auf den Ehrentreffer, doch Lenni Castrop, der jüngere Bruder von Borussia-Mönchengladbach-Profi Jens Castrop, vergab frei vor Frankfurts Torhüter Kauã Santos. Nach mehreren Verletzungsunterbrechungen sorgte Chaibi für den Endstand.

Im Parallelspiel hat sich der Karlsruher SC nach einem Kraftakt durchgesetzt. Der Zweitligist gewann beim Drittligisten Preußen Münster mit 2:1 (0:1) und steht ebenfalls in der zweiten Runde. In einem engen Duell brachte Montell Ndikom (35.) die Gastgeber zunächst in Führung. Marvin Wanitzek (69.) gelang per Distanzschuss der Ausgleich, gegen den Münsters Torhüter Morten Behrens machtlos war. In der Schlussphase traf Sebastian Jung (81.) zur Entscheidung. In der Nachspielzeit (90.+5) sah Münsters Samuel Althaus wegen groben Foulspiels die Rote Karte.

Der Sieg des KSC war nicht unverdient, vor allem aufgrund einer deutlichen Leistungssteigerung nach der Pause. Im ersten Durchgang hatte sich der Favorit schwergetan, Münster ließ defensiv wenig zu und nutzte eine der wenigen Gelegenheiten zur Führung. Nach dem Ausgleich fand Münster keine Entlastung mehr, ehe Jung den Karlsruher Erfolg perfekt machte.

MIB FOOTBOLFußball-Spielplan und Ergebnisse

Helena Beckmann

Autor

Kulturkorrespondentin

Helena Beckmann berichtet für Güldendorf über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.