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Pogacar erleidet Schlüsselbein- und Halswirbelbruch bei Vuelta-Sturz

Tadej Pogacar ist bei der achten Etappe der Vuelta schwer gestürzt und hat sich einen verschobenen Schlüsselbeinbruch sowie einen stabilen Bruch des siebten Halswirbels zugezogen. Die Saison des Tour-de-France-Siegers ist damit wohl beendet.

Pogacar erleidet Schlüsselbein- und Halswirbelbruch bei Vuelta-Sturz
Radsport: Knochenbrüche bei Pogacar - Saison wohl gelaufen

Der Gesamtsieg bei der Spanien-Rundfahrt schien für Tadej Pogacar nur noch eine Frage der Zeit. Doch auf der achten Etappe beendete ein schwerer Sturz die Tour des slowenischen Rad-Weltmeisters. Pogacar erlitt einen verschobenen Bruch des linken Schlüsselbeins und einen stabilen Bruch des siebten Halswirbels, wie sein UAE-Teamarzt Adrian Rotunno nach einer Untersuchung im Krankenhaus mitteilte. Zudem trug der 27-Jährige eine Gehirnerschütterung und zahlreiche Abschürfungen davon.

Der Sturz ereignete sich rund 32 Kilometer vor dem Ziel in Xeraco, als Pogacar nach einem Schlenker kopfüber zu Fall kam und dabei zwei Fahrer des Visma-Rennstalls mitriss. Die genaue Ursache blieb zunächst unklar; möglicherweise wich er einem Stein am Straßenrand aus. Trotz blutender Wunden an Schulter und Kopf versuchte Pogacar zunächst, das Rennen fortzusetzen, musste dann aber wegen zu großer Schmerzen in den Krankenwagen steigen und aufgeben. „Er wollte weitermachen, aber die Schulter hat unglaublich wehgetan. Er hat geblutet an der Augenbraue. Er musste genäht werden“, sagte UAE-Sportdirektor Matxin Fernandez. „Dafür ist keiner verantwortlich. Das sind Sachen, die im Radsport passieren.“

Für Pogacar, der Ende Juli zum fünften Mal die Tour de France gewonnen hatte und 2024 den Giro d'Italia für sich entschied, war die Vuelta die einzige große Landesrundfahrt, die ihm in seiner Siegerliste noch fehlte. Nach drei Etappensiegen lag er vor der achten Etappe in der Gesamtwertung bereits 3:50 Minuten vor dem Spanier Enric Mas. Nun ist Mas neuer Spitzenreiter, und auch der viermalige Gesamtsieger Primoz Roglic darf sich Hoffnungen auf einen weiteren Erfolg machen.

Die achte Etappe über 171 Kilometer von Pucol nach Xeraco gewann der Franzose Bryan Coquard im Sprint vor dem ehemaligen Weltmeister Mads Pedersen. Kurz vor dem Zielsprint kam es zu einem heftigen Massensturz, sodass nur eine kleine Gruppe um den Sieg sprintete.

Nach der Diagnose dürfte klar sein, dass Pogacar seinen Titel bei den Straßenrad-Weltmeisterschaften in Montreal am 27. September kaum verteidigen kann. Bei einem Schlüsselbeinbruch ist mit einer Pause von mindestens sechs Wochen zu rechnen. Pogacar hatte 2024 und 2025 jeweils das WM-Straßenrennen gewonnen. „Er wird eine Operation am Schlüsselbein benötigen. Dieser Eingriff wird jedoch aufgrund der bei einer Gehirnerschütterung gebotenen Vorsichtsmaßnahmen zunächst zurückgestellt“, erklärte Teamarzt Rotunno.

Schwere Stürze sind bei Pogacar selten. 2023 erlitt er beim Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich einen Kahnbeinbruch, ansonsten blieben seine Stürze meist glimpflich. Bei Rundfahrten hatte Pogacar bei 50 Starts das Rennen stets beendet. Am Donnerstag hatte er noch Glück gehabt, als er auf der Abfahrt des Puerto El Bartolo von der Straße abkam, sich aber auf dem Rad halten konnte.

Die Bilder erinnerten an die Szenen seiner Rivalen Jonas Vingegaard und Florian Lipowitz, die bei der Tour de France gestürzt waren und jeweils einen Schlüsselbeinbruch erlitten hatten. Vingegaard hat seine Saison bereits beendet, bei Lipowitz ist noch unklar, ob er in dieser Saison wieder eingreift. Die Vuelta schrieb nach Pogacars Aus: „Das schmerzt. Nicht das Ende, auf das irgendjemand gehofft hatte.“

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Henrik Falkenberg

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Redakteur vom Dienst

Henrik Falkenberg berichtet für Güldendorf über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.