Argentinien hat sich erneut als Meister der dramatischen Comebacks erwiesen und steht nach einem 2:1-Sieg gegen England im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft. Der Titelverteidiger drehte die Partie im Halbfinale in Atlanta mit zwei späten Toren und schockte die englische Mannschaft, die von Thomas Tuchel trainiert wird. Lionel Messi lieferte dabei zwei entscheidende Vorlagen und führte sein Team zum dritten WM-Finale seiner Karriere.
Die Partie begann ausgeglichen, beide Teams neutralisierten sich weitgehend in der ersten Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel gelang England die Führung, als die Three Lions kurz nach der Pause einen Treffer erzielten. Die Mannschaft von Trainer Tuchel schien die Kontrolle zu übernehmen und brachte die argentinische Abwehr mehrfach in Bedrängnis. Doch der Titelverteidiger steckte nicht auf und startete einen Sturmlauf, der die englische Defensive zunehmend unter Druck setzte.
In der Schlussphase zahlte sich die offensive Ausrichtung der Argentinier aus. Enzo Fernández erzielte den Ausgleich und brachte die Albiceleste zurück ins Spiel. Als die Partie bereits in der Nachspielzeit lief, schlug Lautaro Martínez zu: Der eingewechselte Stürmer traf in der 92. Minute zum 2:1-Siegtreffer und besiegelte das Aus für England. Die internationale Presse feierte den Sieg der Argentinier als „Mentalitätsmonster“ und hob die Rolle von Messi hervor, der nach einer verhaltenen ersten Halbzeit in der zweiten Hälfte die entscheidenden Akzente setzte.
Für England war die Niederlage besonders schmerzhaft, da es die dritte Halbfinalniederlage in Folge bei einer Weltmeisterschaft war. Die britischen Medien übten scharfe Kritik an Trainer Thomas Tuchel, dessen taktische Entscheidungen nach der Führung infrage gestellt wurden. Die „Daily Mail“ sprach von „weiterem Schmerz für England“, während der „Mirror“ schrieb, dass Tuchels Wechsel nach hinten losgegangen seien. Der „Telegraph“ prognostizierte, dass die Vorwürfe noch Jahre anhalten würden.
In Argentinien hingegen herrschte Jubelstimmung. Die Zeitung „La Nación“ bezeichnete den Sieg als „Triumph für die Ewigkeit“ und lobte die beste Turnierleistung der Mannschaft. „Clarín“ sprach von einem „Sturmlauf der Argentinier in den letzten Minuten“, und „Pagina12“ würdigte den „heldenhaften Sieg“ dank der Tore von Fernández und Martínez. Die spanische Presse feierte Messi als unbesiegbar und hob die spektakuläre Leistung des Superstars hervor, der sein Team ins Finale gegen Spanien führte.
Das Endspiel findet am Sonntag statt, wo Argentinien auf Spanien trifft. Für die Südamerikaner ist es die Chance, den WM-Titel zu verteidigen, während Spanien nach einer starken Turnierleistung auf den zweiten Titelgewinn hofft. Die Partie verspricht ein Duell zweier formstarker Mannschaften zu werden, die beide auf spektakuläre Weise ins Finale eingezogen sind. Für Lionel Messi ist es die Gelegenheit, seine ohnehin legendäre Karriere mit einem weiteren WM-Titel zu krönen.



