Spanien ist Fußball-Weltmeister. Die Mannschaft setzte sich im Finale in East Rutherford nahe New York gegen Argentinien nach Verlängerung mit 1:0 durch und gewann damit ihren zweiten Weltmeister-Titel nach 2010. Der Sieg war hart erkämpft, denn die argentinische Mannschaft um Superstar Lionel Messi zeigte eine äußerst defensive und destruktive Spielweise, die in der internationalen Presse auf massive Kritik stieß.

Die spanische Zeitung „El País“ schrieb: „Das war kein Finale, das war ein Kampf. Argentinien hat alles getan, um das Spiel zu zerstören.“ Die „Marca“ titelte: „Spanien gewinnt den Titel gegen den Anti-Fußball.“ Besonders deutlich wurde die „AS“: „Argentinien hat den Fußball entehrt. Sie haben nicht gespielt, sie haben nur verteidigt und gefoult.“ Die italienische „Gazzetta dello Sport“ sprach von „einer Schande für den Weltfußball“ und nannte die argentinische Taktik „hässlich, deprimierend und zerstörerisch“.

Das Spiel selbst war geprägt von einer extremen Defensivtaktik der Argentinier, die über weite Strecken mit neun oder zehn Spielern in der eigenen Hälfte agierten und auf Konter lauerten. Spanien hatte über 70 Prozent Ballbesitz, kam aber nur selten zu klaren Torchancen. Erst in der Verlängerung gelang der entscheidende Treffer durch einen Kopfball von Álvaro Morata nach einer Flanke von Dani Olmo. Argentinien hatte in der regulären Spielzeit nur einen Torschuss auf das Tor der Spanier.

Die argentinische Presse zeigte sich verhalten. „Clarín“ schrieb: „Wir haben alles gegeben, aber es hat nicht gereicht. Messi hat gekämpft, aber allein gegen eine ganze Mannschaft.“ „La Nación“ titelte: „Das Ende eines Traums. Argentinien verliert das Finale gegen das bessere Team.“ Die Zeitung „Olé“ kommentierte: „Messi hat geweint. Wir alle haben geweint. Aber der Fußball hat heute Abend nicht gewonnen.“

Besonders im Fokus stand Lionel Messi, der nach dem Spiel sichtlich emotional reagierte. Als er sich von den Fans verabschiedete, kamen ihm die Tränen. Nach dem verlorenen WM-Finale gegen Spanien könnte die Zeit von Messi im Nationaltrikot enden. Es war die Zeit seines Lebens, aber nun stellt sich die Frage, ob der 39-Jährige seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklären wird. In den sozialen Medien spekulieren Fans und Experten gleichermaßen über die Zukunft des Ausnahmespielers.

Die spanische Mannschaft feierte ihren Triumph ausgelassen. Trainer Luis de la Fuente sagte nach dem Spiel: „Das ist der größte Moment meiner Karriere. Diese Mannschaft hat Geschichte geschrieben. Wir haben gegen einen sehr schweren Gegner gewonnen, der alles in die Waagschale geworfen hat.“ Kapitän Sergio Busquets ergänzte: „Wir haben unseren Stil durchgesetzt. Wir haben Fußball gespielt, während Argentinien nur zerstört hat. Der Fußball hat heute Abend gesiegt.“

Die internationale Presse zog ein gemischtes Fazit. Die britische „The Guardian“ schrieb: „Spanien hat verdient gewonnen, aber dieses Finale wird nicht als eines der schönsten in die Geschichte eingehen. Argentinien hat mit seiner destruktiven Taktik das Spiel kaputt gemacht.“ Die französische „L‘Équipe“ titelte: „Spanien Weltmeister – Argentinien enttäuscht mit Anti-Fußball.“ Die deutsche „Bild“ kommentierte: „Messi weint, Spanien jubelt. Ein Finale zum Vergessen für alle Fußball-Fans.“

Das Finale in East Rutherford vor über 80.000 Zuschauern war das erste WM-Finale, das in den USA ausgetragen wurde. Die Organisation wurde von der FIFA gelobt, das Spiel selbst jedoch sorgte für Diskussionen. Viele Experten forderten nach dem Spiel eine Überarbeitung der Regeln, um defensive Taktiken künftig zu unterbinden. Die FIFA kündigte an, die Vorschläge zu prüfen.

Für Spanien ist der Titel der zweite WM-Triumph nach 2010 in Südafrika. Damals besiegte die Mannschaft die Niederlande ebenfalls mit 1:0 nach Verlängerung. Für Argentinien war es die dritte Finalniederlage nach 1990 und 2014. Die Mannschaft von Trainer Lionel Scaloni hatte in der Gruppenphase noch überzeugt, scheiterte aber im Finale an der eigenen Defensivtaktik.

Die Zukunft von Lionel Messi bleibt ungewiss. Der Starspieler, der in seiner Karriere alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gibt, könnte nun seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklären. „Ich muss nachdenken“, sagte Messi nach dem Spiel. „Das war vielleicht mein letztes Finale. Ich bin müde, emotional und enttäuscht. Aber ich bin stolz auf meine Mannschaft.“ Die argentinischen Fans hoffen, dass Messi noch ein weiteres Jahr für die Copa América 2027 weitermacht.