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Rund 20.000 Menschen demonstrieren in Düsseldorf gegen die AfD

Unter dem Motto «Kein Schritt zurück! Gegen die AfD und rechte Hetze!» sind in Düsseldorf rund 20.000 Menschen auf die Straße gegangen. Die angemeldete Teilnehmerzahl wurde damit verdoppelt. Der Protest verlief friedlich und ohne Gegendemonstrationen.

Rund 20.000 Menschen demonstrieren in Düsseldorf gegen die AfD
"Kein Schritt zurück": Rund 20.000 bei Demo gegen AfD in NRW

Unter dem Motto «Kein Schritt zurück! Gegen die AfD und rechte Hetze!» sind in der Düsseldorfer Innenstadt rund 20.000 Menschen gegen die AfD und rechte Hetze auf die Straße gegangen. Wie Polizei und Veranstalter übereinstimmend mitteilten, wurde die ursprünglich angemeldete Teilnehmerzahl damit verdoppelt. Mehrere politische Initiativen hatten zu der Protestkundgebung aufgerufen, um ein gemeinsames Zeichen für eine offene und demokratische Gesellschaft zu setzen.

Der Protestzug durch die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt verlief nach Polizeiangaben friedlich und ohne Gegendemonstrationen. Bei schönstem Wetter hatten sich zahlreiche Familien mit Kindern dem Zug angeschlossen. Auf den Transparenten der Teilnehmer waren Parolen wie «Kein Platz für Rattenfänger» oder «Jetzt können wir herausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!» zu lesen. Auch die Initiative «Omas gegen Rechts» beteiligte sich an der Demonstration. Auf ihrem Plakat stand mit angehängtem Läppchen und Nadeln: «Rechts wird nur gestrickt.»

Die Mobilisierung übertraf die Erwartungen der Organisatoren deutlich. Statt der angemeldeten 10.000 Menschen kamen rund 20.000 in die Düsseldorfer Innenstadt. Die Veranstalter werteten die hohe Beteiligung als starkes Signal gegen Ausgrenzung und rechte Hetze. Der Protest richtete sich nicht nur gegen die AfD, sondern auch gegen rechtsextreme Tendenzen in der Gesellschaft insgesamt.

Der Zeitpunkt der Demonstration fällt in eine Phase intensiver politischer Debatten über den Umgang mit der AfD. Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September hatte die Partei mit knapp 44 Prozent mit Abstand die meisten Stimmen erhalten, eine absolute Mehrheit allerdings verfehlt. Das Ergebnis hatte bundesweit Diskussionen über den Aufstieg der AfD und den Umgang mit ihr ausgelöst.

Die Düsseldorfer Demonstration ist Teil einer Reihe von Protesten, die in den vergangenen Monaten in verschiedenen deutschen Städten stattgefunden haben. Initiativen aus der Zivilgesellschaft, Gewerkschaften und politische Gruppen mobilisieren immer wieder gegen rechts. Die hohe Teilnehmerzahl in Düsseldorf zeigt, dass die Bereitschaft, gegen die AfD auf die Straße zu gehen, ungebrochen ist.

Die Polizei sprach von einem störungsfreien Verlauf. Es kam weder zu Zwischenfällen noch zu Gegenprotesten. Die Veranstalter hatten im Vorfeld auf einen friedlichen und kreativen Protest gesetzt. Neben Stricknadeln und dem Krümelmonster als Symbolen kamen zahlreiche weitere kreative Ausdrucksformen zum Einsatz, um ein Zeichen gegen Ausgrenzung zu setzen.

Die Demonstration in Düsseldorf reiht sich in eine Serie von Kundgebungen ein, die seit Monaten in vielen deutschen Städten stattfinden. Die Organisatoren betonten, dass es nicht bei einer einmaligen Aktion bleiben solle. «Kein Schritt zurück» sei als langfristiges Motto zu verstehen, das die Zivilgesellschaft dazu aufrufe, sich dauerhaft für eine offene Gesellschaft einzusetzen.

Florian Lorenz

Autor

Sportredakteur

Florian Lorenz berichtet für Güldendorf über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.