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Masala sieht Anzeichen für neue Mobilisierung in Russland

Der Sicherheitsexperte Carlo Masala wertet den Besuch von CIA-Chef John Ratcliffe in Moskau als Hinweis auf eine bevorstehende Mobilisierung in Russland. Russland könnte die Grenzen schließen, um Ausreisen zu verhindern.

Masala sieht Anzeichen für neue Mobilisierung in Russland
Ukraine-Krieg: Masala sieht Hinweise auf neue Mobilisierung in Russland

Der Besuch von CIA-Chef John Ratcliffe in Moskau könnte nach Einschätzung des Sicherheitsexperten Carlo Masala auf eine bevorstehende Mobilisierungswelle in Russland hindeuten. Gegenüber „Focus Online“ erklärte Masala, dass die letzte Rekrutierungswelle im Jahr 2022, bei der 300.000 Russen mobilisiert werden sollten, fast eine Million Menschen aus dem Land getrieben habe. In diesem Zusammenhang gebe es Gerüchte, dass Russland plane, die Grenzen zu schließen, „sodass man nicht das Land verlassen kann, wenn man mobilisiert wird“. Dafür solle Moskau auch mit den Anrainerstaaten verhandeln, so Masala weiter.

Ratcliffe war nach Berichten von US-Medien am Dienstag zu einem unangekündigten Besuch nach Moskau gereist. Es war sein erster bekannter Besuch in der russischen Hauptstadt seit seinem Amtsantritt als CIA-Chef im Jahr 2025. Ratcliffe ist einer der ranghöchsten US-Vertreter, die Russland seit Beginn des Ukraine-Krieges im Februar 2022 besucht haben.

Unterdessen hat Südkorea nach dem Eindringen russischer Militärflugzeuge in seine Luftverteidigungszone Kampfjets alarmiert. Wie das südkoreanische Verteidigungsministerium am Mittwoch mitteilte, sei der eigene Luftraum nicht verletzt worden. Die Luftverteidigungszone eines Landes ist größer als sein Luftraum und bezeichnet die Zone, in der aus Gründen der militärischen Luftverteidigung durchquerende Flugzeuge überwacht werden.

Der Außenbeauftragte des Vatikans, Erzbischof Paul Richard Gallagher, hat bei einem Treffen mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow in Moskau ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine gefordert. „Es muss klar sein: Dieser Krieg muss enden“, sagte Gallagher. Er beklagte die jüngste Ausweitung der Gewalt sowie immer mehr getötete Zivilisten in dem Konflikt. Der Heilige Stuhl verfolge das mit tiefer Besorgnis und bestehe auf der Einhaltung des Völkerrechts. Es brauche so schnell wie möglich Frieden.

Dieser Konflikt sei militärisch nicht zu lösen, sondern nur auf politisch-diplomatischem Weg, sagte Gallagher. Der Geistliche forderte die Aufnahme „echter Verhandlungen“ mit internationaler Unterstützung und betonte, dass Papst Leo XIV. und der Vatikan bereit seien, ihre Dienste zur Verfügung zu stellen. Gallagher appellierte an Kiew und Moskau, sich offen für einen Dialog zu zeigen. Je länger der Konflikt dauere, desto schwieriger werde es, zu einer Lösung und einer Aussöhnung zu kommen. Das Leiden von Millionen müsse aufhören.

Gallagher und Lawrow sagten, dass es trotz unterschiedlicher Ansichten in vielen Fragen auch Gemeinsamkeiten gebe. Moskau sei bereit, politische Konsultationen auf Ebene der Vizeaußenminister wieder aufzunehmen, sagte Lawrow. Die Position des Vatikans zum Ukraine-Konflikt lobte er als ausgewogen. Moskau schätze zudem die Lösung einiger schwieriger humanitärer Fragen durch den Heiligen Stuhl. Gallagher ist im Vatikan zuständig für internationale Beziehungen, er wird oft als Außenminister des Vatikans bezeichnet. Zuletzt hatte er Russland im Herbst 2021 besucht. Die Ukraine hat der gebürtige Brite auch schon mehrfach besucht, zuletzt in diesem Sommer.

Russische Streitkräfte haben im Schwarzen Meer ein Frachtschiff und einen Tanker angegriffen. Dies meldet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau. Die Angaben lassen sich von der Nachrichtenagentur Reuters nicht unabhängig überprüfen. Zudem hat Russland einen ukrainischen Grenzübergang zu Moldau angegriffen und schwer beschädigt. Der Auto-Kontrollpunkt Vynohradivka wurde offenbar mit Shahed-Drohnen getroffen, berichtet der ukrainische Grenzschutz. Der Grenzverkehr ist an dieser Stelle aktuell gesperrt, Moldau sei informiert worden. Bereits in der vergangenen Woche wurde ein Grenzübergang zwischen der Ukraine und Moldau angegriffen. Damals wurde der Kontrollpunkt Tabaky getroffen und für den Passagier- und Fahrzeugverkehr gesperrt.

Nach einem Drohnenangriff in der südrussischen Region Krasnodar ist Behördenangaben zufolge eine Ölraffinerie in Brand geraten. Durch herabfallende Trümmerteile seien in der Umgebung zwei Menschen getötet und zwei weitere verletzt worden, teilte Regionalgouverneur Wenjamin Kondratjew über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Die Raffinerie ist eine der größten Erdölverarbeitungsanlagen in Südrussland und verarbeitet jährlich rund 6,25 Millionen Tonnen Rohöl. Das sind rund zwei Prozent der russischen Raffinerieproduktion. Bereits in der Vergangenheit hatte die Ukraine die Anlage angegriffen.

Die westlichen Unterstützer der Ukraine zeigen sich von den anhaltenden Drohungen Russlands unbeeindruckt. Die Ukraine müsse „in ihrem Kampf zur Verteidigung ihrer Souveränität, Freiheit und territorialen Unversehrtheit“ weiter unterstützt werden, teilten Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Andy Burnham in einer Mitteilung nach einer Videoschalte der sogenannten „Koalition der Willigen“ als Co-Gastgeber mit. Die Ukraine habe das „ureigene Recht“, sich gegen den russischen Angriff zu verteidigen.

Florian Lorenz

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Sportredakteur

Florian Lorenz berichtet für Güldendorf über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.