Kapitän nach Fährunglück vor Zypern festgenommen – Acht Tote
Bei einem Fährunglück vor Nordzypern sind mindestens acht Menschen gestorben. Der Kapitän und sieben Besatzungsmitglieder wurden festgenommen. Die Fähre mit mehr als 200 Passagieren war auf dem Weg ins südtürkische Mersin, als Wasser in das Schiff eindrang.
Bei einem Schiffsunglück vor der Küste Nordzyperns sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Die Fähre, die sich auf dem Weg ins südtürkische Mersin befand, hatte zuvor einen Notruf abgesetzt, nachdem offenbar Wasser in das Schiff eingedrungen war. An Bord befanden sich mehr als 200 Personen.
Nach dem Unglück hat die Polizei den Kapitän des Schiffes sowie sieben weitere Besatzungsmitglieder festgenommen. Die genauen Umstände des Unglücks sind bislang unklar, die Ermittlungen dauern an. Die Behörden vor Ort haben eine Untersuchung eingeleitet, um die Ursache für das Eindringen des Wassers und den Ablauf des Unglücks zu rekonstruieren.
Die Fähre war auf dem Weg von Nordzypern in die südtürkische Hafenstadt Mersin, als der Notruf abgesetzt wurde. Rettungskräfte wurden daraufhin zu der Unglücksstelle entsandt. Über den Zustand der übrigen Passagiere und Besatzungsmitglieder wurde zunächst nichts Näheres mitgeteilt. Die Zahl der Todesopfer könnte den Angaben zufolge noch steigen.
Das Unglück ereignet sich in einem Seegebiet, das von Fährverbindungen zwischen der Türkei und Nordzypern stark frequentiert wird. Die Route wird täglich von zahlreichen Passagieren genutzt, darunter viele Pendler und Reisende. Die Sicherheitsstandards auf den Fähren in der Region waren in der Vergangenheit wiederholt Gegenstand von Diskussionen.
Die Festnahme des Kapitäns und der Besatzungsmitglieder erfolgte im Zuge der Ermittlungen zur Klärung der Unglücksursache. Die Behörden prüfen derzeit, ob technisches Versagen, menschliches Fehlverhalten oder andere Faktoren zu dem Unglück geführt haben. Zeugenaussagen und technische Untersuchungen sollen Aufschluss über den genauen Hergang geben.
Die Nachricht von dem Unglück hat in der Region Bestürzung ausgelöst. Die zuständigen Stellen haben den Angehörigen der Opfer ihr Beileid ausgesprochen. Über die Nationalität der Toten und Verletzten wurde zunächst nichts bekannt gegeben. Die Ermittlungen zu dem Unglück dauern an.
