Medizinernachwuchs: Mehrheit der Medizinstudierenden offen für eigene Praxis Viele Medizinstudierende in Sachsen können sich eine eigene Praxis vorstellen – auch auf dem Land. Welche Bedingungen für sie dabei besonders wichtig sind. Die Mehrheit der Medizinstudierenden in Sachsen ist offen für eine Niederlassung und selbst für eine Praxis auf dem Lande. Das ergab eine Befragung im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) an Hochschulen des Freistaates. Demnach können sich 71 Prozent der Befragten eine künftige Niederlassung vorstellen, 21 Prozent sind unentschlossen und 8 Prozent lehnen das ab. Die Ergebnisse dieser Stichprobe zeichneten ein Stimmungsbild der Einstellungen der Studierenden,

hieß es. Ein Fünftel will unter keinen Umständen auf dem Lande arbeiten Laut TK gab der medizinische Nachwuchs zwar an, dass der ländliche Raum nicht zu seinen bevorzugten Niederlassungsregionen zählt. „Aber nur für 19 Prozent der Stichprobe ist eine Niederlassung in einer ländlichen Region unter keinen Umständen eine Option“, hieß es. Eine gute Verkehrsanbindung, die Nähe zu einer größeren Stadt, eine verlässliche medizinische Infrastruktur, finanzielle Unterstützung sowie Angebote wie Schule und Kindergarten am Ort werden am häufigsten als Bedingungen genannt, um dort zu arbeiten. Gute Infrastruktur Voraussetzung für Niederlassung Stipendien oder Zuschüsse zur Praxisgründung seien wichtig

und würden von den Studierenden ausdrücklich nachgefragt, betonte TK- Chef Alexander Krauß. Politik und Selbstverwaltung sollten die Angebote gezielt ausbauen. Zugleich müssten ländliche Kommunen ihre Standortvorteile sichtbar machen: Eine gute Infrastruktur, Hilfe bei Praxisgründung und Wohnungssuche sowie verlässliche Bildungsangebote für Kinder könnten den Ausschlag geben, damit sich junge Ärztinnen und Ärzte dauerhaft für eine Niederlassung vor Ort entschieden. Nachbesetzung von Arztpraxen auf dem Lande ein Problem Nach den Worten von Stefan Windau, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen, erschwert der demografische Wandel insbesondere in den ländlichen Regionen S