USA sanktionieren zweitgrößte russische Bank im Iran-Konflikt
Die USA weiten ihren wirtschaftlichen Druck auf den Iran aus und belegen die zweitgrößte Bank Russlands mit Sanktionen. Damit treffen die Strafmaßnahmen erstmals auch einen wichtigen Partner Teherans.
Die Vereinigten Staaten haben im Rahmen ihres verschärften wirtschaftlichen Vorgehens gegen den Iran Sanktionen gegen die zweitgrößte Bank Russlands verhängt. Wie aus übereinstimmenden Berichten hervorgeht, richtet sich die Maßnahme gegen ein Geldinstitut, das als wichtiger Finanzpartner Teherans gilt. Die Strafmaßnahmen sind Teil einer Strategie, mit der US-Präsident Donald Trump den Iran zu Zugeständnissen zwingen will, nachdem die Verhandlungen zur Beendigung des Iran-Kriegs festgefahren sind.
Die Sanktionen treffen damit nicht nur den Iran selbst, sondern gezielt auch dessen Unterstützer. Russland, das seit Langem wirtschaftliche und militärische Verbindungen zu Teheran unterhält, bekommt die Auswirkungen nun unmittelbar zu spüren. Die betroffene Bank zählt zu den größten Finanzinstituten des Landes und spielt eine zentrale Rolle im russischen Zahlungsverkehr, der seit den westlichen Sanktionen wegen des Angriffskriegs gegen die Ukraine ohnehin unter Druck steht.
Die USA verfolgen mit dem Schritt das Ziel, den wirtschaftlichen Handlungsspielraum des Iran weiter einzuschränken. Da die direkten Kanäle nach Teheran weitgehend ausgeschöpft sind, rücken nun verstärkt Drittländer und Unternehmen in den Fokus, die als Bindeglieder fungieren. Die russische Bank gerät damit in eine Doppelrolle: Sie ist sowohl Teil des russischen Finanzsystems als auch ein möglicher Umweg für iranische Transaktionen.
Für Moskau bedeutet die Sanktion eine zusätzliche Belastung. Bereits jetzt ist der Zugang russischer Institute zu internationalen Märkten stark begrenzt. Die neue Maßnahme dürfte den Druck auf die ohnehin angespannte russische Wirtschaft weiter erhöhen, auch wenn die genauen Auswirkungen auf den Zahlungsverkehr und die betroffenen Geschäfte zunächst unklar bleiben. Beobachter rechnen damit, dass Russland nach Alternativen sucht, um die Folgen abzumildern.
Die Verhandlungen über eine Beendigung des Iran-Kriegs stecken seit geraumer Zeit in einer Sackgasse. Aus diesem Grund setzt die US-Regierung verstärkt auf wirtschaftliche Mittel, um Teheran zum Einlenken zu bewegen. Die Sanktionen gegen die russische Bank sind ein Signal an alle Akteure, die den Iran unterstützen: Sie können selbst ins Visier geraten. Ob dieser Druck tatsächlich zu einer Verhaltensänderung führt, ist offen. Fest steht, dass die wirtschaftliche Auseinandersetzung zwischen Washington und Teheran nun eine weitere Front erreicht hat.
Für die betroffene russische Bank bedeutet die Aufnahme in die Sanktionsliste konkret, dass internationale Geschäfte erschwert oder unmöglich werden. Derartige Maßnahmen können den Zugang zu Fremdwährungen, Korrespondenzbanken und Kapitalmärkten blockieren. Die russische Zentralbank und die Regierung in Moskau haben in der Vergangenheit wiederholt betont, dass sie auf solche Einschränkungen vorbereitet seien. In der Praxis führen sie jedoch zu höheren Kosten und größerer Unsicherheit für Unternehmen und private Kunden.
Der Schritt der USA reiht sich in eine Serie von Strafmaßnahmen ein, mit denen Washington seit Jahren versucht, den Einfluss des Iran in der Region zu begrenzen. Die Tatsache, dass nun eine russische Bank betroffen ist, unterstreicht die wachsende Verflechtung der beiden Sanktionsregime. Für Europa, das ebenfalls Sanktionen gegen Russland und den Iran verhängt hat, könnte die Maßnahme neue Fragen aufwerfen, etwa bei der Durchsetzung und der Abstimmung mit den USA.
Wie es weitergeht, hängt maßgeblich davon ab, ob die USA ihren Kurs verschärfen und weitere Partner des Iran ins Visier nehmen. Teheran hat bislang keine Bereitschaft erkennen lassen, auf den wirtschaftlichen Druck einzugehen. Russland wiederum dürfte versuchen, die Folgen für seine Bank abzufedern, etwa durch verstärkte Handelsbeziehungen mit anderen Staaten. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Sanktionen ihre Wirkung entfalten oder ob sie lediglich die Fronten weiter verhärten.
