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Infineon investiert über eine Milliarde Euro in Villach

Der Chiphersteller Infineon baut in Österreich eine neue Fertigungslinie für Stromsparchips aus Galliumnitrid auf. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 1,1 Milliarden Euro, die Förderung ist erheblich.

Infineon investiert über eine Milliarde Euro in Villach
Technologie: Infineon investiert mehr als eine Milliarde Euro in Österreich

Der Dax-Konzern Infineon investiert mehr als eine Milliarde Euro in den österreichischen Standort Villach. Dort entsteht eine neue Fertigungslinie für Stromsparchips, die auf dem Halbleitermaterial Galliumnitrid, kurz GaN, basieren. Nach Angaben des Unternehmens umfasst das Vorhaben ein Volumen von rund 1,1 Milliarden Euro und stärkt die Produktion von Halbleitern in Europa.

Nach Angaben des Chipherstellers baut Infineon damit die Produktion von GaN-Halbleitern gezielt aus. Vorstandschef Jochen Hanebeck spricht von einem Bekenntnis zur technologischen Souveränität Europas. Galliumnitrid gilt als Werkstoff, mit dem sich elektrische Energie effizienter wandeln lässt als mit herkömmlichem Silizium. Die Chips sind vor allem dort gefragt, wo Energieverluste möglichst gering gehalten werden sollen, etwa bei Netzteilen und Ladegeräten sowie in Anwendungen der Elektromobilität.

Die Subventionen für das Projekt sind beträchtlich. Die staatliche Förderung unterstreicht, welche strategische Bedeutung Regierungen der Halbleiterfertigung in Europa beimessen. Der Standort Villach ist seit Langem ein zentraler Bestandteil der Infineon-Produktion in Österreich, und die neue Linie soll diese Position weiter festigen. Die Investition zielt darauf ab, die Fertigung dort zu erweitern, wo bereits bestehende Strukturen vorhanden sind.

Die Ankündigung fällt in eine Phase, in der europäische Staaten und Konzerne ihre Abhängigkeit von asiatischen und amerikanischen Chipherstellern verringern wollen. Mit dem Ausbau in Villach setzt Infineon auf ein Material, das in den kommenden Jahren eine wachsende Rolle spielen dürfte. Hanebecks Aussagen zeigen, dass der Konzern die Investition als langfristige Weichenstellung versteht und nicht als kurzfristige Erweiterung einzelner Kapazitäten.

Für die Region bedeutet das Projekt vor allem Planungssicherheit für den Standort. Die Halbleiterindustrie gilt als kapitalintensiv und technologisch anspruchsvoll, weshalb große Investitionen wie diese selten sind und über Jahre hinweg gestaltet werden müssen. Dass Infineon die Linie gerade auf Galliumnitrid ausrichtet, zeigt die Bedeutung, die dem Material für künftige Energieanwendungen beigemessen wird.

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Helena Beckmann

Autor

Kulturkorrespondentin

Helena Beckmann berichtet für Güldendorf über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.