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Bosch steigert Umsatz leicht, Kerngeschäft belastet Ergebnis

Bosch hat im ersten Halbjahr 2026 den Umsatz um 3,6 Prozent auf 46,4 Milliarden Euro gesteigert, vor allem durch Zukäufe. Die operative Rendite sank auf 4,6 Prozent, belastet durch Sondereffekte im Mobilitätsgeschäft. Die Jahresprognose bleibt bestätigt.

Bosch steigert Umsatz leicht, Kerngeschäft belastet Ergebnis
Technologiekonzern: Bosch steigert Umsatz leicht - Kerngeschäft drückt Ergebnis

Der Technologiekonzern und Autozulieferer Bosch hat im ersten Halbjahr 2026 seinen Umsatz gesteigert, musste aber beim Ergebnis Einbußen hinnehmen. Wie das Unternehmen aus Gerlingen bei Stuttgart mitteilte, stieg der Umsatz in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,6 Prozent auf 46,4 Milliarden Euro. Das Wachstum kam jedoch vor allem durch Zukäufe zustande. Bosch hatte im Laufe des vergangenen Jahres das Heizungs-, Lüftungs- und Klimatisierungsgeschäft von Johnson Controls und Hitachi übernommen.

Die Profitabilität ging hingegen zurück. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern, den Bosch als operatives Ebit bezeichnet, sank von 2,3 Milliarden Euro auf 2,2 Milliarden Euro. Die operative Ebit-Rendite fiel entsprechend von 5,1 Prozent auf 4,6 Prozent. Vor allem Sondereffekte aus dem Mobilitätsgeschäft hätten das Ergebnis belastet, hieß es in der Mitteilung. Bosch führte unter anderem Wertminderungen auf Produktionsanlagen an, weil die E-Mobilität langsamer als erwartet hochlaufe. Das Ergebnis nach Steuern lag im ersten Halbjahr bei rund 1,1 Milliarden Euro.

Trotz des anspruchsvollen Umfelds bestätigte Bosch seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das Gesamtjahr. Das Unternehmen will weiterhin beim Umsatz um zwei bis fünf Prozent wachsen und eine operative Ebit-Rendite zwischen vier und sechs Prozent erreichen. «Nach einem soliden Umsatzwachstum im ersten Halbjahr sehen wir uns auf der Zielgeraden für 2026, brauchen aber noch einen starken Endspurt», sagte Finanzchef Markus Forschner. Auch im zweiten Halbjahr stehe die Wettbewerbsfähigkeit und robuste Aufstellung des Unternehmens im Mittelpunkt. «Unser Ziel ist es, Kosten und Komplexität weiter zu reduzieren», so Forschner.

Bereits seit Ende 2023 gibt es bei Bosch eine Reihe von Stellenabbauprogrammen. Vor allem die Zulieferersparte Mobility ist davon betroffen. Dass Bosch einen Halbjahresbericht veröffentlicht, ist neu. Bislang hatte das Unternehmen lediglich Zahlen zu den kompletten Geschäftsjahren vorgelegt. Im Geschäftsjahr 2025 schrieb Bosch erstmals seit der Finanzkrise rote Zahlen. Das Ergebnis nach Steuern lag unter anderem wegen Milliardenkosten für den Stellenabbau, US-Zöllen und einer hohen Steuerbelastung bei minus 363 Millionen Euro. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern betrug 2025 1,8 Milliarden Euro, ein Rückgang um 42 Prozent. Der Umsatz stieg leicht auf rund 91,0 Milliarden Euro. Bereits 2024 hatte sich der Nachsteuergewinn von Bosch im Vorjahresvergleich halbiert, aber immerhin noch gut 1,3 Milliarden Euro betragen.

Die deutsche Autoindustrie steckt in der Krise, was auch Bosch trifft. Die Sondereffekte im Zuliefergeschäft belasten das Ergebnis des Branchenriesen. Der Umsatz wächst, aber maßgeblich durch Zukäufe. Die Entwicklung der E-Mobilität verläuft langsamer als erwartet, was zu Wertminderungen auf Produktionsanlagen führt. Bosch reagiert mit Kostensenkungen und Stellenabbau, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die bestätigte Prognose für 2026 zeigt, dass das Unternehmen trotz der Herausforderungen an seinen Zielen festhält.

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Florian Lorenz

Autor

Sportredakteur

Florian Lorenz berichtet für Güldendorf über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.