US-Präsident Donald Trump wird am Sonntag das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 besuchen. Das Weiße Haus bestätigte am Donnerstag, dass Trump sich das Spiel zwischen Spanien und Argentinien im MetLife-Stadion in East Rutherford im Bundesstaat New Jersey persönlich anschauen wird. Die Partie ist der Höhepunkt eines Turniers, das nach Angaben der US-Regierung als die erfolgreichste Weltmeisterschaft in der Geschichte des Landes gilt.

Trump-Sprecherin Karoline Leavitt erklärte, das Finale sei ein passender Abschluss für ein Turnier, das Amerikas Fähigkeit demonstriert habe, die Welt auf der größten Bühne zu empfangen. Sie bezeichnete die WM als die meistgesehene, sicherste und erfolgreichste Weltmeisterschaft in der amerikanischen Geschichte. Die genauen Zuschauerzahlen oder Sicherheitsstatistiken wurden nicht genannt, doch die Aussage unterstreicht den Anspruch der US-Regierung, das Turnier als nationalen Erfolg zu präsentieren.

Bereits am Freitag wird Trump nach New York reisen, um an einem FIFA-Empfang im Trump Tower teilzunehmen. Der Empfang dient als Auftakt für das Finalwochenende und bringt hochrangige Vertreter des Weltfußballverbands sowie geladene Gäste zusammen. FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte zuvor angekündigt, dass er gemeinsam mit Trump den Siegern den WM-Pokal überreichen werde. Infantino sprach von einem magischen Moment, der die Verbindung zwischen dem Weltfußball und den USA symbolisieren solle.

Der Auftritt Trumps ist jedoch nicht ohne Risiko. Bereits im Juli 2025 hatte der Präsident an der Seite von Infantino im selben Stadion das Finale der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft verfolgt. Damals wurde Trump von zahlreichen Fans ausgebuht, was die angespannte Stimmung zwischen Teilen der Bevölkerung und dem Präsidenten widerspiegelte. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Reaktionen beim WM-Finale wiederholen oder ob die sportliche Atmosphäre überwiegt.

Der argentinische Präsident Javier Milei wird hingegen nicht anreisen. Er verzichtet auf eine Teilnahme am Finale, obwohl seine Nationalmannschaft um den Titel spielt. Die Gründe für Mileis Fernbleiben wurden nicht offiziell genannt, doch es wird spekuliert, dass politische Differenzen oder innenpolitische Verpflichtungen eine Rolle spielen könnten. Milei hatte zuvor mehrfach seine Unterstützung für die argentinische Mannschaft bekundet, bleibt aber in Buenos Aires.

Das WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien verspricht ein hochklassiges Duell zweier Fußballnationen. Spanien, das sich mit einer starken Turnierleistung für das Endspiel qualifizierte, trifft auf Argentinien, das als Titelverteidiger gilt und auf eine beeindruckende WM-Geschichte zurückblickt. Das MetLife-Stadion, das bereits bei der Klub-WM 2025 als Austragungsort diente, bietet Platz für rund 82.000 Zuschauer und ist für das Finale ausverkauft.

Die Sicherheitsvorkehrungen für das Finale wurden deutlich erhöht. Das Weiße Haus und das Heimatschutzministerium arbeiten eng mit lokalen Behörden zusammen, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Trump wird von einem umfangreichen Sicherheitsaufgebot begleitet, und die Straßen rund um das Stadion werden weiträumig abgesperrt. Die Behörden rechnen mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen und empfehlen den Besuchern, frühzeitig anzureisen.

Die Teilnahme Trumps am WM-Finale ist auch politisch bedeutsam. Sie unterstreicht das Engagement der USA als Gastgeber eines der größten Sportereignisse der Welt und könnte als Symbol für die internationale Zusammenarbeit gesehen werden. Gleichzeitig birgt der Auftritt innenpolitische Risiken, da Trump in der Vergangenheit immer wieder polarisierte. Die Reaktionen der Fans im Stadion werden daher genau beobachtet werden.

FIFA-Präsident Infantino zeigte sich erfreut über die Zusage Trumps. Er betonte, dass die gemeinsame Pokalübergabe ein Zeichen der Einheit und des Sportsgeistes sei. Infantino hatte sich in den vergangenen Monaten mehrfach für eine enge Zusammenarbeit mit der US-Regierung ausgesprochen, um die WM 2026 zu einem Erfolg zu machen. Die Organisation des Turniers verlief nach Angaben der FIFA weitgehend reibungslos, auch wenn es vereinzelt Kritik an der Logistik und den Ticketpreisen gab.

Das WM-Finale wird am Sonntag um 21 Uhr mitteleuropäischer Zeit angepfiffen. Übertragungen sind in zahlreichen Ländern live im Fernsehen und im Internet zu sehen. Die Erwartungen an das Spiel sind hoch, und die Fußballwelt blickt gespannt auf den Endspieltag. Für Trump wird es der erste Besuch eines WM-Endspiels während seiner Amtszeit sein, was dem Ereignis eine zusätzliche politische Dimension verleiht.