Der Schweizer Radprofi Mauro Schmid hat die 13. Etappe der Tour de France gewonnen. Der 25-Jährige setzte sich nach einer langen Flucht in den Vogesen durch und feierte im Ziel seinen bisher größten Karriereerfolg. Die Etappe führte über 157 Kilometer von Rodez nach Carcassonne und war geprägt von mehreren Ausreißergruppen, die sich früh vom Hauptfeld absetzten.
Schmid, der für das Team Jayco AlUla fährt, attackierte rund 30 Kilometer vor dem Ziel und konnte seinen Vorsprung bis ins Ziel verteidigen. Hinter ihm sicherte sich der Franzose Romain Bardet den zweiten Platz, gefolgt vom Niederländer Wilco Kelderman. Die Ausreißergruppe hatte zuvor einen Vorsprung von mehr als zehn Minuten herausgefahren, was den Sieg eines Fluchtfahrers praktisch besiegelte.
Die 13. Etappe war die letzte Gelegenheit für die Sprinter vor dem großen Kletter-Wochenende in den Pyrenäen. Dennoch nutzten die Fahrer die Gelegenheit, um sich in der Gesamtwertung zu positionieren. Der Deutsche Florian Lipowitz, der als Hoffnung für das deutsche Team gilt, verlor in der Gesamtwertung mehrere Positionen und fiel zurück. Sein Team hatte zuvor mit taktischen Fehlern zu kämpfen, was Lipowitz letztlich den Platz in der Spitzengruppe kostete.
Die Tour de France geht nun in die entscheidende Phase. Am Wochenende stehen die schweren Pyrenäen-Etappen auf dem Programm, die das Gesamtklassement neu ordnen könnten. Der aktuelle Spitzenreiter, der Däne Jonas Vingegaard, hat weiterhin einen komfortablen Vorsprung, doch die Konkurrenz um den Slowenen Tadej Pogačar lauert auf Fehler.
Für Mauro Schmid ist der Etappensieg ein wichtiger Meilenstein in seiner Karriere. Der Schweizer hatte zuvor bereits kleinere Erfolge gefeiert, aber ein Sieg bei der Tour de France gilt als einer der prestigeträchtigsten Erfolge im Radsport. Sein Team Jayco AlUla zeigte sich hochzufrieden mit der Leistung des 25-Jährigen, der sich in den Vogesen als abgezockter Fahrer präsentierte.
Die 13. Etappe war auch von einem historischen Moment geprägt: Der Ballon d'Alsace, ein legendärer Berg der Tour de France, wurde zum ersten Mal vor 121 Jahren erklommen. Nun spielte er wieder eine entscheidende Rolle, als die Fahrer die steilen Anstiege bewältigen mussten. Die Etappe durch die Vogesen war geprägt von wechselnden Wetterbedingungen, die die Fahrer zusätzlich forderten.
In der Gesamtwertung bleibt Jonas Vingegaard weiterhin an der Spitze. Der Däne hat einen Vorsprung von mehr als zwei Minuten auf Tadej Pogačar. Die weiteren Plätze werden von Fahrern wie Jai Hindley, Carlos Rodríguez und Adam Yates belegt. Florian Lipowitz rutschte in der Gesamtwertung ab und liegt nun außerhalb der Top 10.
Die Tour de France 2026 geht am Samstag mit der 14. Etappe weiter, die von Carcassonne nach Quillan führt. Diese Etappe ist mit 202 Kilometern die längste der diesjährigen Tour und bietet mehrere Bergwertungen. Die Fahrer müssen sich auf anspruchsvolle Anstiege einstellen, die das Gesamtklassement weiter durcheinanderwirbeln könnten.



