Die Fußball-Weltmeisterschaft der Herren in Nordamerika hat zwei Überraschungen parat gehalten: Rekordweltmeister Brasilien und Ko-Gastgeber Mexiko sind im Achtelfinale ausgeschieden. Während sich Norwegen gegen die favorisierten Brasilianer durchsetzte, bezwang England den zweiten Gastgeber Mexiko in einem spektakulären Spiel. Beide Mannschaften zogen damit ins Viertelfinale des Turniers ein.
Norwegen besiegte Brasilien mit 2:1 und sorgte damit für eine der größten Sensationen des Turniers. Der fünffache Weltmeister, der als einer der Titelfavoriten ins Turnier gestartet war, musste sich der disziplinierten norwegischen Mannschaft geschlagen geben. Besonders Norwegens Superstar Erling Haaland spielte eine entscheidende Rolle und erzielte einen Treffer. Die Brasilianer haderten hingegen mit ihrer Chancenverwertung und ließen mehrere gute Möglichkeiten ungenutzt. Trainer Carlo Ancelotti, dessen Zukunft nach dem frühen Ausscheiden nun ungewiss ist, zeigte sich enttäuscht über das Aus.
In Brasilien löste das Ausscheiden große Trauer aus. Wieder einmal scheiterte der Rekordweltmeister früher als erwartet bei einem großen Turnier. Die Mannschaft um Neymar, der in diesem Turnier sein letztes WM-Spiel bestritten haben könnte, konnte die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Die Niederlage gegen Norwegen offenbarte einmal mehr die strukturellen Probleme im brasilianischen Fußball, der trotz individueller Klasse immer wieder an taktischer Disziplin und mannschaftlicher Geschlossenheit scheitert.
Parallel dazu lieferte England ein packendes Duell mit Ko-Gastgeber Mexiko. Die Engländer triumphierten in einem epischen Spiel, das als eines der besten der Turniergeschichte gelten könnte. Jude Bellingham gelangen zwei Tore innerhalb von nur zwei Minuten und drehte damit die Partie zugunsten der Engländer. Auch Kapitän Harry Kane war entscheidend beteiligt: Er traf per Elfmeter, verursachte aber auch einen Strafstoß auf der Gegenseite. Mexiko kämpfte leidenschaftlich und bot England einen harten Kampf, musste sich am Ende jedoch geschlagen geben.
Das Spiel zwischen England und Mexiko war von Beginn an hochintensiv. Die mexikanische Mannschaft, angetrieben von 80.000 frenetischen Fans im Estadio Azteca, ging früh in Führung. England zeigte jedoch Moral und kämpfte sich zurück ins Spiel. Bellinghams Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten war der Wendepunkt. Kane, der in der zweiten Halbzeit per Elfmeter traf, zeigte einmal mehr seine Bedeutung für die englische Nationalmannschaft. Allerdings war es auch Kane, der einen Foulelfmeter verursachte, den Mexiko zum zwischenzeitlichen Ausgleich nutzte. Die Schlussphase war nervenaufreibend, doch England behielt die Oberhand.
Mit diesen Ergebnissen hat sich das Teilnehmerfeld im Viertelfinale deutlich verändert. Norwegen trifft nun auf einen noch zu bestimmenden Gegner, während England ebenfalls im Viertelfinale steht. Für Brasilien und Mexiko hingegen ist die WM bereits beendet. Die beiden Mannschaften müssen nun die Heimreise antreten und die enttäuschenden Ergebnisse analysieren. Besonders für Mexiko als Ko-Gastgeber ist das frühe Ausscheiden eine herbe Enttäuschung, da die Hoffnungen auf eine tiefe Turnierrunde groß waren.
Die WM in Nordamerika hat damit bereits in der K.o.-Phase für große Überraschungen gesorgt. Die Viertelfinalspiele versprechen weitere Spannung, insbesondere mit Norwegen als neuem Überraschungsteam. Die norwegische Mannschaft hat gezeigt, dass sie mit den besten Teams der Welt mithalten kann. Die Brasilianer hingegen müssen sich die Frage gefallen lassen, warum sie trotz ihrer individuellen Klasse immer wieder an taktischen Defiziten scheitern. Die Zukunft von Trainer Ancelotti ist offen, und es wird diskutiert, ob der italienische Trainer die Mannschaft weiter betreuen wird.



