Der Transferpoker um den Schweizer Jungstar Johan Manzambi hat eine überraschende Wende genommen. Der 20 Jahre alte Offensivspieler des SC Freiburg steht offenbar kurz vor einem Wechsel zu Aston Villa in die englische Premier League. Wie der Sender Sky sowie das Portal „The Athletic“ und Transfer-Experte Fabrizio Romano übereinstimmend berichten, haben sich alle beteiligten Parteien geeinigt. Zuvor hatte der Bundesligist bereits einen Wechsel mit Newcastle United ausgehandelt, doch Manzambi gab letztlich Aston Villa den Vorzug.
Laut Sky beläuft sich die Ablösesumme auf fast 70 Millionen Euro inklusive Bonuszahlungen. Damit würde der Deal nicht nur die ursprünglich mit Newcastle ausgehandelte Summe übertreffen, sondern auch einen neuen Rekord für den SC Freiburg bedeuten. Bisher galt der Verkauf von Kevin Schade an den FC Brentford im Sommer 2023 für rund 25 Millionen Euro als teuerster Abgang der Breisgauer. Auch Merlin Röhl wechselte zuletzt für eine ähnliche Summe zum FC Everton. Der Transfer von Manzambi würde diese Einnahmen weit übertreffen und dem SC Freiburg eine finanzielle Stärkung von historischem Ausmaß bescheren.
Manzambi war im Januar 2023 von Servette Genf nach Freiburg gewechselt. Dort entwickelte er sich schnell zu einem der vielversprechendsten Talente der Bundesliga. Besonders bei der Weltmeisterschaft 2022 in Katar machte der Schweizer Nationalspieler auf sich aufmerksam, als er mit starken Leistungen und drei Toren in der Gruppenphase für Furore sorgte. Allerdings konnte er im Achtelfinale gegen Kolumbien und im Viertelfinale gegen Argentinien aufgrund einer Knieverletzung nicht mitwirken. Trotz dieser Verletzung blieb sein Marktwert hoch, und mehrere europäische Spitzenklubs zeigten Interesse.
Der Wechsel zu Aston Villa wäre für Manzambi ein bedeutender Karriereschritt. Der Klub aus Birmingham hat sich in den vergangenen Jahren unter Trainer Unai Emery zu einer festen Größe in der Premier League entwickelt und qualifizierte sich zuletzt für den europäischen Wettbewerb. Für den SC Freiburg hingegen bedeutet der Abgang des talentierten Angreifers einen herben sportlichen Verlust, aber auch eine enorme finanzielle Chance. Die Einnahmen könnten in die Verstärkung des Kaders und die Infrastruktur des Vereins investiert werden.
Die Verhandlungen mit Newcastle United waren bereits weit fortgeschritten, doch Manzambi konnte sich offenbar nicht auf einen Vertrag mit den Magpies einigen. Stattdessen gab er Aston Villa die Zusage, was den englischen Klub in die Lage versetzte, den Deal zu besiegeln. Die genauen Vertragsdetails sind noch nicht bekannt, doch die Ablösesumme von fast 70 Millionen Euro unterstreicht das enorme Potenzial, das dem Schweizer zugeschrieben wird. Für den SC Freiburg wäre es der mit Abstand teuerste Transfer der Vereinsgeschichte.
Der Transfer würde auch die wachsende Bedeutung des SC Freiburg auf dem internationalen Transfermarkt unterstreichen. Der Verein aus dem Breisgau hat sich in den letzten Jahren als Talentschmiede etabliert und regelmäßig Spieler zu hohen Ablösesummen an größere Klubs verkauft. Mit Manzambi verlässt nun eines der größten Talente den Verein, doch die Einnahmen könnten langfristig die Wettbewerbsfähigkeit des Klubs sichern. Die offizielle Bestätigung des Transfers wird in den kommenden Tagen erwartet.



