Der italienische Tennisprofi Jannik Sinner hat das prestigeträchtige Wimbledon-Finale gewonnen. Der Weltranglistenerste besiegte den deutschen Spieler Alexander Zverev am Sonntag im Südwesten Londons mit 6:7 (7:9), 7:6 (7:2), 6:3 und 6:4. Für Sinner ist es der erste Titel auf dem heiligen Rasen des All England Clubs, während Zverev weiterhin auf seinen ersten Grand-Slam-Triumph warten muss.
Zverev startete beeindruckend in die Partie und sicherte sich den ersten Satz im Tiebreak mit 9:7. Der 29-jährige Hamburger zeigte von Beginn an starke Aufschläge und druckvolle Grundlinienschläge, die Sinner immer wieder in die Defensive zwangen. Die deutsche Nummer eins schien das Spiel unter Kontrolle zu haben und machte dem Italiener das Leben schwer.
Doch im zweiten Satz drehte Sinner auf. Der 24-Jährige steigerte sein Spielniveau erheblich, gewann den Tiebreak deutlich mit 7:2 und glich damit zum 1:1 aus. Von diesem Moment an übernahm der Italiener zunehmend die Initiative. Sinner nutzte seine physische Überlegenheit und seine präzisen Returns, um Zverev unter Druck zu setzen.
Im dritten Satz gelang Sinner das entscheidende Break zum 4:3, das er souverän zum Satzgewinn nutzte. Zverev kämpfte zwar weiter, fand aber immer weniger Mittel gegen die Aufschläge des Weltranglistenersten. Im vierten Satz zog Sinner auf 4:2 davon und ließ sich den Vorsprung nicht mehr nehmen. Nach 3 Stunden und 12 Minuten verwandelte der Italiener seinen ersten Matchball.
Die internationale Presse lobte Zverev trotz der Niederlage für seine starke Leistung. Mehrere Medien bezeichneten das Spiel des Deutschen als das «Tennis seines Lebens». Zverev selbst zeigte sich nach der Partie enttäuscht, aber auch stolz auf seine Leistung. «Ich habe alles gegeben, aber Jannik war heute einfach besser», sagte er in der Pressekonferenz.
Während des Spiels erlitt Zverev einen Sturz, der sein linkes Knie in Mitleidenschaft zog. Der Deutsche humpelte kurzzeitig, spielte aber ohne Unterbrechung weiter. Nach dem Match gab er Entwarnung: «Das Knie ist ein bisschen angeschwollen, aber nichts Ernstes. Ich werde mich jetzt erholen und dann weitermachen.»
Für Sinner ist der Wimbledon-Triumph der Höhepunkt einer bereits beeindruckenden Karriere. Der Südtiroler hatte sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert und gilt nun als einer der dominantesten Spieler auf der ATP-Tour. Mit dem Sieg in London untermauert er seine Position an der Spitze der Weltrangliste.
Zverev hingegen bleibt die große Frage, wann er seinen ersten Grand-Slam-Titel gewinnen wird. Der Deutsche stand bereits in mehreren Endspielen, darunter bei den US Open 2020 und den French Open 2024, verlor aber jedes Mal. Experten sehen ihn dennoch auf einem sehr hohen Niveau und bescheinigen ihm, dass er zu den besten Spielern der Welt gehört.
Das Wimbledon-Finale 2026 wird als eines der spannendsten der letzten Jahre in Erinnerung bleiben. Beide Spieler lieferten sich packende Ballwechsel und zeigten Tennis auf höchstem Niveau. Für Zverev war es das erste Wimbledon-Endspiel seiner Karriere, für Sinner das zweite nach seiner Finalniederlage 2024 gegen Novak Djokovic.
Die Zuschauer auf dem Centre Court erlebten ein Match, das alle Erwartungen erfüllte. Sinner zeigte sich nach dem Sieg emotional: «Es ist ein unglaubliches Gefühl, hier zu gewinnen. Wimbledon ist das größte Turnier der Welt, und diesen Pokal zu halten, bedeutet mir alles.»
Zverev kündigte an, aus der Niederlage zu lernen und weiter an sich zu arbeiten. «Ich bin nah dran, das spüre ich. Es fehlt nicht viel. Ich werde weitermachen und irgendwann wird es klappen», sagte er. Die deutsche Tennisfans hoffen, dass dieser Moment bald kommt.



