Wegen eines mutmaßlich geplanten Anschlags auf ein Kampfsport-Event am 80. Geburtstag von US-Präsident Donald Trump sind acht Männer angeklagt worden. Eine Grand Jury im Bundesstaat Ohio legt ihnen Verschwörung zur Unterstützung von Terroristen, zum Mord auf dem Hoheitsgebiet der Regierung sowie zum Mord an einem Regierungsmitglied zur Last, wie das US-Justizministerium mitteilte. Den Beschuldigten droht im Falle einer Verurteilung eine lebenslange Haftstrafe.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Gruppe einen verheerenden Anschlag auf die Veranstaltung plante, die am 14. Juni in einer eigens vor dem Weißen Haus errichteten Arena stattfand. Bei dem Event handelte es sich um Kämpfe der Profiliga Ultimate Fighting Championship (UFC), einer Mixed-Martial-Arts-Organisation. Trump, ein bekennender Fan dieser oft blutigen Kampfsportart, die Techniken aus Boxen, Ringen, Kickboxen, Karate und Jiu-Jitsu vereint, wohnte dem Event gemeinsam mit seiner Familie und mehreren Kabinettsmitgliedern bei.

Nach Angaben des Justizministeriums wollten die Verdächtigen mit Sprengstoff bestückte Drohnen rund um die Arena einsetzen, um eine Evakuierung der Veranstaltung zu erzwingen. In dem daraus resultierenden Chaos sollten Scharfschützen dann sogenannte hochrangige Ziele in der flüchtenden Menschenmenge ins Visier nehmen. Die Behörden betonten, dass die Pläne eine ernsthafte Bedrohung für die Sicherheit des Präsidenten und anderer Regierungsmitglieder dargestellt hätten.

Ursprünglich hatten die Ermittler von sieben Festnahmen berichtet. Im Laufe der vergangenen Woche kam jedoch eine weitere Festnahme im Bundesstaat West Virginia hinzu. Bei dem 21-jährigen Verdächtigen handelt es sich nach Informationen der Ermittler um den vorgesehenen Scharfschützen der Gruppe. Die Anklagebehörde in Columbus hat die Anklageschrift nun auf insgesamt acht Beschuldigte erweitert.

Das Kampfsport-Event war offiziell nicht als Geburtstagsfeier für Trump deklariert worden, sondern als Teil der Feierlichkeiten rund um den 250. Unabhängigkeitstag der USA. Dieser wird traditionell am 4. Juli begangen. Dennoch fiel das Event auf den 80. Geburtstag des Präsidenten, was nach Einschätzung der Ermittler für die mutmaßlichen Täter eine besondere Gelegenheit für einen Anschlag darstellte.

Die Anklage wirft den Männern vor, eine Verschwörung zur Unterstützung von Terroristen geplant zu haben. Die genauen Hintergründe der Gruppe sowie mögliche Verbindungen zu extremistischen Organisationen sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Das Justizministerium machte zunächst keine weiteren Angaben zu den Motiven der Beschuldigten oder zu ihrer möglichen ideologischen Ausrichtung.

Die Sicherheitsvorkehrungen rund um das Event waren nach Angaben von Behördenvertretern bereits im Vorfeld erhöht worden. Die Aufdeckung der Anschlagspläne zeigt jedoch, dass die Bedrohungslage für öffentliche Veranstaltungen mit hochrangigen politischen Persönlichkeiten weiterhin als kritisch eingestuft wird. Die Ermittler arbeiten daran, weitere Details zu den konkreten Planungen und zur Rolle jedes einzelnen Angeklagten zu ermitteln.