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Tetris-Unternehmen distanziert sich von Grenzspiel auf Website des Weißen Hauses

Auf der offiziellen Website des Weißen Hauses ist ein Spiel erschienen, das an Tetris erinnert und den Bau einer Sperranlage an der Grenze zu Mexiko simuliert. Der Rechteinhaber des Spieleklassikers hat sich nun deutlich davon distanziert und prüft rechtliche Schritte.

Tetris-Unternehmen distanziert sich von Grenzspiel auf Website des Weißen Hauses
„Schütze die Grenze“ – Tetris distanziert sich von Online-Spiel auf Internetseite des Weißen Hauses

Das Unternehmen hinter dem Videospielklassiker Tetris hat sich von einem Online-Spiel auf der offiziellen Internetseite des Weißen Hauses distanziert. Bei dem Spiel, das stark an Tetris erinnert, können Nutzer eine Sperranlage an der Grenze zu Mexiko bauen. „Die Tetris Company war nicht an der Entwicklung von ‚Build the Wall‘ beteiligt“, teilte das Unternehmen der Nachrichtenagentur AFP mit.

Die Tetris Company habe „weder die Nutzung der Marke Tetris noch des geistigen Eigentums für das Spiel genehmigt oder lizenziert“, hieß es in der Stellungnahme weiter. Die Angelegenheit werde derzeit geprüft. In einem Onlinedienst erklärte das Unternehmen zudem: „Wir bei Tetris glauben an die Macht der Verbindung und daran, Menschen zusammenzubringen, statt sie zu spalten.“ Man nehme Urheberrechtsverletzungen „sehr ernst“.

Das Spiel trägt auf der Website des Weißen Hauses den Titel „Schütze die Grenze vor der herannahenden Horde“. Es nimmt Bezug auf die massive Sperranlage an der Grenze zu Mexiko, die in großen Teilen bereits steht und bis Ende kommenden Jahres fertiggestellt sein soll. Die Spiele sind seit Donnerstag auf der Seite der US-Regierung abrufbar.

Neben dem Tetris-ähnlichen Spiel wurden weitere Online-Spiele veröffentlicht, die an bekannte Videospiele angelehnt sind. So trägt ein Spiel den Titel „Rio Run“ und ist an das Spiel Snake angelehnt. Nutzer können darin die digitale Version des US-Grenzschutzbeauftragten Tom Homan über das Spielfeld bewegen. Ziel ist es, möglichst viele Migranten aufzugreifen, die den Fluss Rio Grande an der Grenze zu Mexiko überquert haben. In einem weiteren Spiel können Nutzer mit Netzen unter anderem Geldsäcke einfangen, um das sogenannte Trump-Konto aufzufüllen.

Die Spiele enthalten Elemente, die an Werke anderer großer Spielentwickler erinnern, darunter die Sega Corporation, die zu Microsoft gehörende Xbox und das Handy-Spiel Flappy Bird. Microsoft antwortete zunächst nicht auf eine AFP-Anfrage, die Sega Corporation war nicht erreichbar.

Das Weiße Haus erklärte gegenüber AFP, die US-Regierung sei sehr auf Innovationen fokussiert und darauf, „die Geschichte der zahlreichen Erfolge des Präsidenten auf eine Weise zu erzählen, die bei jedem US-Bürger Anklang findet“. Menschenrechtsorganisationen kritisierten das Weiße Haus wegen der Online-Spiele scharf.

US-Präsident Donald Trump hat sich ein hartes Vorgehen gegen Migranten auf die Fahnen geschrieben. Die umstrittene US-Einwanderungs- und Zollbehörde ICE spielt dabei eine zentrale Rolle. Den Bau der Sperranlage an der Grenze zu Mexiko hatte Trump bereits in seiner ersten Amtszeit angeordnet. Die Mauer soll mit einigen Lücken von San Diego im US-Westküstenstaat Kalifornien bis zum Golf von Mexiko im Osten reichen. Die meisten Migranten kommen über Mexiko in die Vereinigten Staaten.

Henrik Falkenberg

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Redakteur vom Dienst

Henrik Falkenberg berichtet für Güldendorf über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.