Beim Absturz eines Kleinflugzeugs über den Nasca-Linien im Süden Perus sind 13 Menschen ums Leben gekommen, darunter zwei deutsche Touristen. Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, dass zwei Menschen aus Deutschland bei dem Unglück gestorben sind. Die Maschine war für einen touristischen Rundflug über die berühmten Wüstenzeichnungen eingesetzt und sollte ausländischen Gästen die jahrtausendealten Bodenbilder aus der Luft zeigen.
Die Maschine der Fluggesellschaft Aerodiana war von der Hafenstadt Pisco zu einem Rundflug gestartet. Im Gebiet Pueblo Viejo in der Provinz Nasca geriet sie nach Angaben der Verwaltung des Distrikts Vista Alegre in eine Notsituation und stürzte aus bisher ungeklärten Gründen ab. An Bord befanden sich elf ausländische Touristen und zwei Besatzungsmitglieder. Alle Insassen kamen bei dem Absturz ums Leben.
Unter den Todesopfern sind nach ersten Erkenntnissen neben den beiden Deutschen sieben Urlauber aus Italien sowie zwei Spanier. Außerdem starben ein örtlicher Reiseführer und der Pilot des Kleinflugzeugs. Eine offizielle Bestätigung für alle genannten Nationalitäten stand zunächst aus; die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete jedoch von den vorläufigen Angaben.
Der peruanische Sender RPP berichtete unter Berufung auf die Generaldirektion für Zivilluftfahrt über die Einzelheiten des Unglücks. Die Absturzursache ist weiterhin unklar. Die Behörden in der Region Nasca haben Ermittlungen aufgenommen, um den Hergang zu rekonstruieren und die technischen Hintergründe des Absturzes zu prüfen. Die Verwaltung des Distrikts Vista Alegre hatte zuvor mitgeteilt, die Maschine sei in eine Notsituation geraten.
Bei den Nasca-Linien handelt es sich um Hunderte riesige Bodenzeichnungen in der Wüste im Süden Perus. Die zwischen 500 vor Christus und 500 nach Christus entstandenen Darstellungen zeigen unter anderem Tiere, stilisierte Pflanzen, Fabelwesen und geometrische Figuren. Sie gehören zum Unesco-Weltkulturerbe und sind wegen ihrer Größe besonders gut aus der Luft zu erkennen. Sie zählen zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Perus, weshalb touristische Rundflüge über die Wüstenzeichnungen in der Region sehr gefragt sind.
Die deutschen Behörden stehen nach eigenen Angaben im Austausch mit den peruanischen Stellen, um die Angehörigen der deutschen Opfer zu informieren und zu unterstützen. Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte die Todesfälle, machte aber zunächst keine weiteren Angaben zur Identität der Verstorbenen.
Der tödliche Unfall ereignete sich nahe Pueblo Viejo, einem Ort in der Provinz Nasca, die für ihre archäologischen Stätten weltweit bekannt ist. Die Gegend wird von vielen Reiseanbietern für Rundflüge zu den Bodenzeichnungen genutzt. Solche Flüge gelten als eine der beliebtesten Möglichkeiten, die Nasca-Linien aus der Luft zu betrachten. Die Ermittlungen zu den Umständen des Absturzes dauern an.



