Die Waldbrände in Griechenland haben sich weiter ausgeweitet. Westlich von Athen und auf der Halbinsel Peloponnes kämpfen Einsatzkräfte gegen großflächige Feuer; zahlreiche Häuser stehen in Flammen. Nach Angaben der Feuerwehr hatten die Einsatzkräfte kaum eine Chance, die Brände einzudämmen. In Frankreich ist die Lage dagegen weitgehend unter Kontrolle.

Starker Wind erschwerte die Löscharbeiten bis in die Nacht. Immer wieder fachten die Böen die Flammen an und trieben Rauch und Glut in Richtung bewohnter Gebiete. Mehrere Ortschaften wurden zur Evakuierung aufgerufen, besonders betroffen war die Gegend um Megara westlich von Athen. Dort rückten Feuerwehrleute aus, um Bewohner in Sicherheit zu bringen und Gebäude vor den Flammen zu schützen.

Nach Angaben der Einsatzkräfte sind mehr als 500 Feuerwehrkräfte im Einsatz, unterstützt von zahlreichen Fahrzeugen und Löschflugzeugen. Wie viele Häuser den Flammen bereits zum Opfer gefallen sind, blieb zunächst unklar. In den betroffenen Gebieten brennen nach ersten Erkenntnissen viele Gebäude. Die Behörden riefen die Bevölkerung auf, sich den Brandgebieten nicht zu nähern und die Anweisungen der Einsatzkräfte zu befolgen.

Während die Lage in Griechenland angespannt bleibt, hat sich die Situation in Frankreich deutlich beruhigt. Premierminister Sébastien Lecornu sagte, die Brände seien « im Großen und Ganzen » unter Kontrolle. Zuvor hatten auch in Frankreich heftige Waldbrände gewütet und über Tage hinweg für Einsätze gesorgt. Nun konzentriert sich die Aufmerksamkeit der Feuerwehren in Südeuropa vor allem auf die Brände in Griechenland.

Die Waldbrände in Südwesteuropa hatten in den vergangenen Tagen für Schlagzeilen gesorgt. In mehreren Ländern der Region kämpften die Behörden gegen die Folgen von Trockenheit, Hitze und Wind. Rettungskräfte aus verschiedenen Landesteilen wurden zusammengezogen, um die Feuer einzudämmen und die Ausbreitung neuer Brandherde zu verhindern. Die Einsätze dauern vielerorts weiter an.

In Griechenland richtete sich der Blick der Einsatzkräfte in der Nacht vor allem auf die Brandfronten westlich von Athen. Dort hätten sich sämtliche Brände ausgeweitet, hieß es aus Feuerwehrkreisen. Die Flammen bewegten sich auf teils dicht besiedelte Gebiete zu. Die Behörden forderten die Menschen in den gefährdeten Orten auf, ihre Häuser rechtzeitig zu verlassen und die ausgewiesenen Evakuierungswege zu nutzen.

Die kommenden Stunden gelten als entscheidend. Sollte der Wind so stark bleiben, drohen die Feuer nach Einschätzung der Einsatzkräfte erneut an Kraft zu gewinnen. Die griechische Feuerwehr kündigte an, ihre Kräfte an den Brennpunkten weiter zu verstärken. In Frankreich bleibt die Lage nach Angaben der Regierung beherrschbar, auch wenn die Behörden die Entwicklung weiter beobachten.