Urlauber stürzt auf Rügen Steilküste hinab und muss Nacht im Abhang verbringen
Ein Urlauber ist bei einem abendlichen Spaziergang auf Rügen im Dunkeln eine Steilküste hinabgestürzt. Ohne Handy konnte er keine Hilfe rufen und wurde erst am nächsten Morgen gerettet.
Ein Urlauber auf Rügen hat bei einem abendlichen Spaziergang einen Absturz an einer Steilküste erlebt und musste die Nacht verletzt im Abhang verbringen. Der junge Mann trat im Dunkeln plötzlich ins Nichts und stürzte den Hang hinunter. Gerettet wurde er erst am folgenden Morgen.
Nach Angaben des Wehrführers der Stadt Sassnitz, Marcel Gau, geschah der Unfall am Freitagabend. Der Mann sei auf dem Weg im Dunkeln unvermittelt von der Kante gerutscht und den Hang hinabgefallen. Dabei verletzte er sich am Fuß und verlor zudem sein Handy. Ohne Telefon war es ihm nicht möglich, Hilfe herbeizurufen.
Die Nacht verbrachte der Mann am Fuß der etwa 30 Meter hohen Steilküste bei Temperaturen von acht bis neun Grad Celsius. Erst am Samstagmorgen, als es hell wurde, fand er sein Handy wieder und alarmierte selbst die Rettungskräfte. Diese brachten ihn am Strand auf, wo er zuvor gelegen hatte. Am Morgen sei er schließlich hinuntergeklettert, wie Gau berichtete.
Der Feuerwehrmann nutzte den Fall, um vor den Gefahren an Steilküsten zu warnen. Besucher sollten nicht zu nah an die Abbruchkanten herantreten und die markierten Wege nicht verlassen. Gerade bei Dunkelheit sei das Gelände schwer einzuschätzen. Der Fall zeigt, wie schnell ein Spaziergang in einen gefährlichen Notfall umschlagen kann, und wie wichtig es ist, ein funktionierendes Mobiltelefon bei sich zu haben.
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