Pilzbefall setzt Eschen zu, Neupflanzungen bleiben aus
Die Esche gilt als hitzebeständiges, vielseitig nutzbares Holz und damit als Baum der Zukunft. Doch ihr Bestand ist bedroht, viele Bäume werden vorzeitig gefällt und kaum noch nachgepflanzt.
Die Esche gilt eigentlich als Baum der Zukunft. Ihr Holz ist hitzebeständig und vielseitig nutzbar. Doch dem Baum geht es schlecht: Vielerorts wird er vorzeitig gefällt, nachgepflanzt wird er praktisch kaum noch.
Der Hintergrund des Problems liegt in einem Pilzbefall, der den Eschen zusetzt. Das Thema beschäftigt Forstwirtschaft und Naturschutz, weil die Esche in vielen Wäldern eine wichtige Rolle spielt und zugleich als Holzlieferant geschätzt wird. Dass gerade ein Baum, der mit Hitze und veränderten Bedingungen gut zurechtkommen könnte, selbst in Bedrängnis gerät, macht die Lage besonders bemerkenswert.
Warum die Esche derzeit so wenig nachgepflanzt wird, hat auch mit der Unsicherheit über ihre Zukunft zu tun. Wer Bäume pflanzt, rechnet mit Jahrzehnten bis zur Nutzung. Solange der Pilzbefall die Bestände schwächt und Bäume vorzeitig verloren gehen, zögern Waldbesitzer und Kommunen, in diese Art zu investieren. Die Folge ist ein Kreislauf aus Fällungen und ausbleibender Neuanpflanzung.
Für die Waldentwicklung bedeutet das eine Verschiebung in der Artenzusammensetzung. Weniger Eschen heißen auch weniger Ersatz für andere Baumarten, die unter den Klimabedingungen der kommenden Jahrzehnte ebenfalls gefordert sind. Eine vollständige Einordnung der Ursachen und Folgen wäre allerdings erst mit weiteren Untersuchungen möglich, die über den vorliegenden Stand hinausgehen.
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