Desmond Lachman warnt vor einem gespaltenen Washington als Risiko für die US-Wirtschaft
Der Ökonom Desmond Lachman sieht in der politischen Spaltung der USA eine Gefahr für die Wirtschaft, weil eine Einigung über die Haushaltspolitik unwahrscheinlich wird.
Die politische Spaltung in Washington gefährdet nach Einschätzung von Desmond Lachman die wirtschaftliche Stabilität der Vereinigten Staaten. In einem Gastkommentar im Handelsblatt argumentiert der Senior Fellow am American Enterprise Institute, dass Kongress und Regierung kaum zusammenarbeiten dürften. Daraus ergebe sich ein direktes Problem für die Wirtschaft des Landes.
Im Zentrum seiner Argumentation steht die Haushaltspolitik. Lachman zufolge sinkt durch die fehlende Kooperation zwischen den politischen Lagern die Wahrscheinlichkeit einer baldigen fiskalischen Konsolidierung in den USA. Gemeint ist damit der Abbau der Staatsverschuldung und eine geordnete Rückführung des Defizits. Ein gespaltenes Parlament, so der Kern seiner Warnung, werde solche Schritte in absehbarer Zeit erschweren.
Der Autor verbindet diese Diagnose mit der Sorge, dass eine zerstrittene Hauptstadt insgesamt eine Gefahr für die Konjunktur darstellt. Politische Blockaden können Entscheidungen über Staatsausgaben, Steuern und langfristige Reformen verzögern oder ganz verhindern. Lachman stellt dabei die Frage in den Mittelpunkt, ob das politische System in der Lage ist, notwendige wirtschaftspolitische Weichenstellungen zu treffen.
Konkrete Zahlen zu Defizit, Staatsverschuldung oder Wachstumsaussichten nennt der Kommentar nicht. Die Einschätzung beruht damit auf der Bewertung der politischen Lage und ihrer möglichen Folgen, nicht auf aktuellen Messdaten. Der Ausgang hängt nach Lachmans Darstellung von künftiger Zusammenarbeit im Gesetzgebungsprozess ab, die bisher noch nicht zu beobachten ist.
Quelle: handelsblatt.com
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