Die nächste Hitzewelle ist da, und viele fragen sich, wie sich die heißen Tage ohne Klimaanlage erträglicher gestalten lassen. Bereits im Juni war in Deutschland mehrfach die 40-Grad-Marke gefallen; der Deutsche Wetterdienst verglich die Lage mit der im Mittelmeerraum. Nun sorgt erneut eine Hitzewelle für hohe Temperaturen. Technische Helfer können zumindest für etwas Abkühlung sorgen – fünf aktuelle Geräte im Überblick.
Der kompakteste Helfer dieser Auswahl wiegt 350 Gramm und passt in fast jede Tasche: der Shark ChillPill. Nach Angaben von SharkNinja vereint er drei Funktionen in einem Gehäuse. Ein Ventilator mit zehn Stufen erzeugt einen Luftstrom von bis zu 7,5 Metern pro Sekunde. Ein Aufsatz spendet feinen Sprühnebel, und eine Metallplatte mit dem Namen InstaChill kühlt die Haut an der Kontaktstelle um bis zu neun Grad ab. Die Akkulaufzeit beträgt auf niedrigster Stufe bis zu elf Stunden, auf höchster Stufe nur rund anderthalb Stunden. Aufgeladen wird der ChillPill per USB-C in dreieinhalb Stunden. Weil das Gerät der ICAO-Norm entspricht, darf es ins Handgepäck. Der empfohlene Verkaufspreis liegt bei 149,99 Euro.
Manchmal hilft gegen Hitze aber auch der Rückzug nach innen. Die Redmi Headphones Neo von Xiaomi, Mitte Juni vorgestellt, schirmen mit aktiver Geräuschunterdrückung bis zu 42 Dezibel ab. Die Stärke der Unterdrückung lässt sich in drei Stufen regeln. Beim Telefonieren im Freien reduzieren drei Mikrofone Umgebungsgeräusche; Windgeräusche hält das Gehäuse laut Hersteller bis zu einer Anströmung von fünf Metern pro Sekunde fern. Das größte Pfund ist der Akku: Mit einer Kapazität von 600 Milliamperestunden sollen bis zu 72 Stunden Musikwiedergabe möglich sein. Zehn Minuten Ladezeit genügen laut Xiaomi für fünf weitere Stunden. Am Kabel per USB-Audio sind sogar 40 Kilohertz Bandbreite möglich, kabellos sind es 20 Kilohertz. Der Preis liegt bei 74,99 Euro; erhältlich ist der Kopfhörer im Elektronikfachhandel und im Onlineshop des Herstellers.
Wer unterwegs Strom braucht, bekommt mit dem EcoFlow Power Hat einen ungewöhnlichen Begleiter. In die Krempe des schwarzen Huts sind acht Segmente mit je vier Solarzellen aus monokristallinem Silizium integriert. Über einen USB-A- und einen USB-C-Anschluss unter dem Rand liefert er rund zwölf Watt – genug, um etwa Kopfhörer oder den kleinen Ventilator zu laden. Die Solarzellen wandeln laut EcoFlow 24 Prozent der Wärme in Strom um, statt sie an den Stoff abzugeben; die Hutoberfläche bleibt dadurch kühler als bei einem herkömmlichen schwarzen Hut. Zusätzlich bietet der Hut Lichtschutzfaktor 50+, wiegt 370 Gramm und ist nach IP65 gegen Staub und Spritzwasser geschützt. In Deutschland kostet er 99 Euro.
Für kalte Getränke unterwegs ist die Anker Solix EverFrost 2 gedacht. Die Kompressor-Kühlbox gibt es in drei Größen von 23 bis 58 Litern. Die größte Version lässt sich in einen Kühl- und einen Gefrierbereich teilen: links lagern Eis, rechts Getränke und Lebensmittel. Die Temperatur lässt sich zwischen minus 20 und plus 20 Grad einstellen. Ein Rollkofferdesign und ein Klapptisch machen sie zum Begleiter für Strand und Campingplatz. Als Energiequelle dienen Steckdose, Zigarettenanzünder, USB-C oder Solar. Wer die Kühldauer von gut zwei auf mehr als drei Tage erhöhen will, benötigt einen zweiten, optionalen Akku. Die 58-Liter-Variante kostet derzeit 699 Euro.
Wenn gar nichts mehr hilft, bleibt das Abtauchen: Der Sublue MixPro zieht Schwimmer mit bis zu 6,5 Kilometern pro Stunde durchs Wasser. Der Unterwasser-Scooter hat zwei Motoren und wiegt samt Akku 3,55 Kilogramm. Eine Ladung reicht für rund 60 Minuten; die europäische Ausführung des 2026er-Modells wird mit zwei Akkus ausgeliefert. Er ist bis zu einer Tiefe von 40 Metern zugelassen. Ein abnehmbarer Auftriebskörper bringt ihn wieder an die Oberfläche, falls jemand loslässt. Sublue empfiehlt das Gerät erst ab 14 Jahren und nur für geübte Schwimmer. Im deutschen Wassersporthandel kostet der MixPro 999 Euro.



