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Berlin-Marathon: Krämpfe stoppen Tigst Assefa knapp vor dem Weltrekord

Tigst Assefa lief beim Berlin-Marathon lange auf Weltrekordkurs, musste sich auf den letzten Kilometern aber mit Krämpfen ins Ziel kämpfen. Bei den Männern siegte ihr Landsmann Guye Adola.

Berlin-Marathon: Krämpfe stoppen Tigst Assefa knapp vor dem Weltrekord
Berlin-Marathon: Äthiopierin Tigst Assefa verpasst Marathonweltrekord knapp

Die äthiopische Läuferin Tigst Assefa hat beim Berlin-Marathon einen Weltrekord knapp verpasst. Lange lag die 29-Jährige klar auf Kurs zur Bestzeit, doch auf den letzten Kilometern bekam sie Muskelkrämpfe und musste sich humpelnd ins Ziel schleppen. Am Ende blieb ihr der Streckenrekord, und mit ihrer Zeit lief sie die drittschnellste Frauenzeit der Marathon-Geschichte.

Das Rennen hatte für Assefa vielversprechend begonnen. Sie passierte die Zwischenzeiten deutlich unterhalb des Weltrekordtempos und baute ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Das Publikum an der Strecke rechnete bereits mit einer neuen Bestmarke. Doch kurz vor dem Ziel schlugen die Krämpfe zu. Assefa verlor sichtbar an Geschwindigkeit, kämpfte sich aber weiter und erreichte das Ziel. Der Weltrekord war dahin, der Streckenrekord blieb.

Bei den Männern setzte sich ihr Landsmann Guye Adola durch. Der Äthiopier gewann den Berlin-Marathon und sorgte damit für einen äthiopischen Doppelsieg in der Hauptstadt. Adola setzte sich im Rennen der Männer durch und verwies die Konkurrenz auf die weiteren Plätze.

Für Assefa war es dennoch ein außergewöhnliches Ergebnis. Die drittschnellste Frauenzeit der Geschichte zeigt, welches Potenzial in ihr steckt. Der Weltrekord bleibt vorerst unerreicht, doch die Leistung von Berlin dürfte in der Laufszene für Gesprächsstoff sorgen. Die Krämpfe auf den letzten Kilometern verhinderten eine historische Bestmarke.

Neben dem sportlichen Drama gab es auch andere Emotionen. Enttäuschung bei Esther Pfeiffer, Freude hingegen bei Jan Frodeno. Der Berlin-Marathon bot damit an einem Tag sowohl sportliche Höchstleistungen als auch dramatische Momente.

Der Berlin-Marathon gilt als eine der schnellsten Strecken der Welt. Immer wieder wurden hier Weltrekorde aufgestellt. Umso bemerkenswerter ist die Leistung von Assefa, die trotz körperlicher Probleme eine Zeit lief, die nur von zwei Läuferinnen der Geschichte unterboten wurde. Für die Äthiopierin bleibt es ein Tag mit gemischten Gefühlen: Der Streckenrekord ist ihr sicher, der Weltrekord bleibt eine offene Rechnung.

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Helena Beckmann

Autor

Kulturkorrespondentin

Helena Beckmann berichtet für Güldendorf über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.