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Bundesverkehrsminister Bilger hält Deutschlandticket für Gelegenheitsfahrer für denkbar

Verkehrsminister Bilger zeigt sich offen für ein flexibles, bundesweites Nahverkehrsticket für Gelegenheitsfahrer. Andere Stimmen bremsen den Vorschlag jedoch.

Bundesverkehrsminister Bilger hält Deutschlandticket für Gelegenheitsfahrer für denkbar
ÖPNV - Verkehrsminister Bilger: Deutschlandticket für Gelegenheitsfahrerer ist "spannende Idee"

Bundesverkehrsminister Bilger begrüßt die Idee eines bundesweiten Tickets für gelegentliche Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Er bezeichnet den Vorschlag als spannende Idee und zeigt sich damit offen für eine Weiterentwicklung des Deutschlandtickets, das bislang vor allem auf regelmäßige Nutzer zugeschnitten ist.

Im Mittelpunkt steht ein flexibles Nahverkehrsticket für Menschen, die den öffentlichen Nahverkehr nur ab und zu nutzen. Nach den vorliegenden Informationen soll das Angebot so funktionieren, dass Fahrgäste ihre Fahrt per Smartphone ein- und auschecken. Abgerechnet würde dann die tatsächlich genutzte Strecke beziehungsweise Zeit, statt eines festen Monatsbeitrags. Der Gedanke dahinter ist, dass sich ein Abo für Menschen, die selten fahren, kaum lohnt, sodass sie dafür ohnehin nicht zahlen würden.

Der Vorschlag findet im Bund damit einen prominenten Fürsprecher. Der Minister zeigt sich offen dafür, das Modell weiter zu prüfen. Zugleich gibt es Widerspruch: Andere Beteiligte bremsen die Pläne, ohne dass aus den vorliegenden Angaben im Einzelnen hervorgeht, welche Einwände dabei im Vordergrund stehen. Ob und in welcher Form ein solches Modell umgesetzt werden könnte, ist derzeit offen.

Für das Deutschlandticket wäre eine flexible Variante eine Ergänzung statt ein Ersatz. Das bestehende Ticket gilt als einheitliches Monatsangebot für den Nahverkehr und soll vor allem regelmäßige Fahrgäste ansprechen. Ein nutzungsabhängiges Modell würde dagegen gezielt die Gruppe der Gelegenheitsfahrer ansprechen, also Menschen, die den Nahverkehr etwa nur für Ausflüge, Besuche oder einzelne Wege in der Stadt nutzen.

Die Debatte zeigt, dass die Frage nach dem richtigen Tarifmodell für Gelegenheitsnutzer weiter auf der politischen Agenda steht. Dabei geht es nicht nur um die Frage, wer welches Ticket nutzt, sondern auch darum, wie flexible Angebote technisch umgesetzt werden können, etwa über die digitale Erfassung von Fahrten per Smartphone. Wie sich die Bundesregierung in dieser Frage positioniert und welche Kosten und Finanzierungsfragen zu klären wären, bleibt abzuwarten.

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Florian Lorenz

Autor

Sportredakteur

Florian Lorenz berichtet für Güldendorf über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.