Trump soll sich vor Maduro-Festnahme von KI-Chatbot Grok beraten haben
US-Präsident Donald Trump hat sich einem Bericht zufolge vor der Festnahme von Nicolás Maduro stundenlang mit dem KI-Chatbot Grok beraten. Der Chatbot soll die Lage in Venezuela als günstig für einen Sturz Maduros eingeschätzt haben. Eine unabhängige Bestätigung steht aus.
US-Präsident Donald Trump hat sich vor der Gefangennahme des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro offenbar mit dem KI-Chatbot Grok von Elon Musk beraten. Wie das US-Magazin «Time» unter Berufung auf einen bei dem Treffen anwesenden Regierungsvertreter berichtet, stellte Trump im Dezember 2025 während eines nicht öffentlichen Gesprächs mit Musk im Oval Office mehrere Stunden lang Fragen an die Künstliche Intelligenz. Die Angaben sind bislang nicht unabhängig bestätigt.
Im Mittelpunkt des Austauschs standen dem Bericht zufolge zunächst Trumps Präsidentschaft und sein politisches Vermächtnis. Eine Frage hatte jedoch einen konkreten außenpolitischen Hintergrund: Trump wollte wissen, wie die Bevölkerung Venezuelas auf eine mögliche Festnahme Maduros reagieren würde. Grok habe darauf geantwortet, Maduro sei repressiv und in Venezuela äußerst unbeliebt. Viele Menschen würden dessen Sturz deshalb wahrscheinlich begrüßen.
Rund einen Monat später ließ Trump die Operation zur Gefangennahme Maduros durchführen. US-Streitkräfte nahmen Maduro und seine Frau Cilia Flores am 3. Januar 2026 in Venezuela fest und brachten beide in die Vereinigten Staaten. Trump verfolgte den Militäreinsatz nach Angaben des Weißen Hauses von seinem Anwesen Mar-a-Lago in Florida aus. Ob die Antwort des Chatbots Einfluss auf Trumps Entscheidung hatte, ist unklar.
Dem Bericht zufolge zeigte sich Trump von dem Ergebnis beeindruckt. Nach der Festnahme Maduros hätten Venezolaner unter anderem im Ausland öffentlich gefeiert. Regierungsvertretern zufolge hielt der Präsident Grok daraufhin für außerordentlich leistungsfähig. Die Schilderung über das Treffen und Trumps Fragen an die KI stammt bislang nur aus dem Bericht des Magazins und ist nicht durch weitere Quellen belegt.
Trumps Regierung treibt den Einsatz von Künstlicher Intelligenz voran und setzt dabei auch auf Systeme von Musks Unternehmen xAI, dem Entwickler von Grok. Erst Ende September traf Trump im Weißen Haus Vertreter großer KI-Unternehmen. Gemeinsam unterzeichneten sie eine Vereinbarung über Grundsätze für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Dabei setzt Trump stärker auf Selbstverpflichtungen der Unternehmen als auf weitreichende staatliche Regulierung.
Auch Grok spielt inzwischen eine Rolle in der US-Regierung. Musks Unternehmen hatte Ende 2025 eine Zusammenarbeit mit dem US-Verteidigungsministerium bekannt gegeben. Die Technologie soll dort unter anderem für Anwendungen im militärischen und sicherheitspolitischen Bereich zur Verfügung stehen. Der Bericht über Trumps Beratung mit dem Chatbot wirft damit ein Schlaglicht auf die wachsende Verflechtung von KI-Unternehmen und staatlichen Stellen in den USA.
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