Südafrika: 27 Tote bei zwei Schusswaffenangriffen auf Gaststätten
Bei zwei Angriffen auf Gaststätten in Johannesburg und Kapstadt sind in der Nacht zum Sonntag 27 Menschen erschossen und 26 weitere verletzt worden. Die Täter konnten in beiden Fällen entkommen.
Bei zwei Schusswaffenangriffen auf Gaststätten in Südafrika sind in der Nacht zum Sonntag insgesamt 27 Menschen getötet und 26 weitere verletzt worden. Die Angreifer stürmten in Johannesburg und in Kapstadt Bars und eröffneten das Feuer auf die Gäste. In beiden Fällen gelang den Tätern die Flucht.
Nach Angaben aus Ermittlerkreisen ereignete sich der erste Angriff nahe Johannesburg, wo Bewaffnete 17 Menschen töteten. Der zweite Überfall traf eine Gaststätte in einem Township bei Kapstadt. Dort kamen nach bisherigen Erkenntnissen zehn Menschen ums Leben. Die genauen Umstände der Taten sind noch unklar; die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und fahndet nach den flüchtigen Tätern.
Die Zahl der Verletzten liegt bei 26. Einige von ihnen schweben in Lebensgefahr. Rettungskräfte brachten die Opfer in umliegende Krankenhäuser. Die Behörden haben die Öffentlichkeit um Hinweise gebeten, die zur Ergreifung der Täter führen könnten.
Die beiden Angriffe ereigneten sich innerhalb weniger Stunden. Zunächst hatten die Täter in der Nähe von Johannesburg zugeschlagen, später traf es die Gaststätte in der Nähe von Kapstadt. In beiden Fällen handelte es sich um Schusswaffenangriffe auf Gäste, die sich in den Lokalen aufhielten. Die Hintergründe der Taten sind bislang nicht bekannt. Die Polizei prüft, ob es einen Zusammenhang zwischen den Überfällen gibt.
Südafrika hat mit einer hohen Kriminalitätsrate zu kämpfen. Schusswaffengewalt ist in vielen Teilen des Landes ein alltägliches Problem. Besonders in den Townships und in den ärmeren Vierteln der Großstädte kommt es immer wieder zu bewaffneten Überfällen. Die Regierung steht seit Jahren unter Druck, die Sicherheitslage zu verbessern. Die jüngsten Vorfälle dürften die Debatte über innere Sicherheit und den Umgang mit illegalen Waffen weiter anheizen.
Die örtlichen Behörden haben die Ermittlungen aufgenommen. Die Polizei fahndet mit Hochdruck nach den Tätern. Ob es sich um Einzeltäter oder um organisierte Gruppen handelt, ist noch unklar. Auch das Motiv der Angreifer liegt im Dunkeln. Die Ermittler schließen nicht aus, dass die Taten im Zusammenhang mit Auseinandersetzungen im kriminellen Milieu stehen könnten. Gesicherte Erkenntnisse dazu gibt es bislang nicht.
Die südafrikanische Polizei hat in der Vergangenheit wiederholt versucht, die Zahl der Schusswaffen im Land zu reduzieren. Trotz strenger Waffengesetze gelangen immer wieder illegale Waffen in Umlauf. Experten zufolge tragen diese Waffen maßgeblich zur hohen Gewaltrate bei. Die beiden Angriffe vom Wochenende dürften die Diskussion über wirksame Maßnahmen gegen die Kriminalität neu entfachen.
Die Namen der Opfer wurden bislang nicht veröffentlicht. Die Angehörigen werden von Krisenteams betreut. Die Behörden haben zugesagt, die Hintergründe der Taten vollständig aufzuklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
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