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Varta Consumer Batteries startet als eigenständiges Unternehmen

Nach der Abspaltung von der insolventen Varta AG nimmt Varta Consumer Batteries den Betrieb als eigenständige Firma auf. Alle 990 Arbeitsplätze bleiben erhalten, der Standort Dischingen wird ausgebaut. Das Unternehmen plant Investitionen und erwartet bis 2029 ein jährliches Umsatzwachstum von drei bis vier Prozent.

Varta Consumer Batteries startet als eigenständiges Unternehmen
Neues Unternehmen: Varta Consumer Batteries geht eigenständig an den Start

Der Bereich Haushaltsbatterien der insolventen Varta-Gruppe tritt wieder als eigenständiges Unternehmen auf. Das Bundeswirtschaftsministerium hat die Herauslösung des Consumer-Geschäfts aus der Varta AG genehmigt, wie das Unternehmen mitteilte. Die neue Firma firmiert als Varta Consumer Batteries GmbH & Co. KGaA und setzt auf ein stabiles Geschäft.

Alle rund 990 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben. Bei der Abspaltung ist kein Personalabbau vorgesehen. Der zentrale Produktionsstandort für Haushaltsbatterien liegt in Dischingen in Baden-Württemberg, wo die Produktion im Dreischichtbetrieb läuft. Zum Angebot zählen neben Haushaltsbatterien unter anderem Knopfzellen, Akkus, Hörgerätebatterien, Powerbanks, Ladegeräte, Leuchten und Ladezubehör.

Der Geschäftsführer der neuen Varta Consumer Batteries, Mark Munz, erklärte, der Geschäftsbereich sei stabil und bei Kunden und Geschäftspartnern gut positioniert. «Vorbehaltlich der weiteren Marktentwicklung ist die wachstumsorientierte Fortführung der erfolgreichen Geschäfte als eigenständiges Unternehmen, wie es bereits in der Vergangenheit der Fall war, unternehmerisch logisch und schafft Sicherheit für die Mitarbeitenden sowie Vorteile für Deutschland und die Region insgesamt», sagte Munz.

Das Unternehmen kündigte Investitionen in den Standort Dischingen an, nannte jedoch keine konkrete Summe. Im Vorfeld der Herauslösung hatten die Hauptfinanzierer der früheren Varta AG Gruppe den Übergang des Bereichs Haushaltsbatterien in eine eigenständige Holdingstruktur unterstützt. Der sogenannten Ad-hoc-Gläubigergruppe gehören die Deutsche Bank und die Finanzinvestoren RBC BlueBay, Blantyre und Whitebox an.

Das neue Unternehmen sieht Wachstumspotenzial für seine Produkte. Bis zunächst 2029 rechnet man mit einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstum von drei bis vier Prozent, trotz weltweit bereits gut erschlossener Batteriemärkte. Ein Schwerpunkt der Wachstumsstrategie liegt auf europäischen Märkten. Zusätzliches Potenzial gebe es auch in Südamerika, Asien und Kanada. In Südostasien und Südamerika wurden bereits erste Geschäftsbeziehungen aufgebaut.

Die Varta AG Gruppe aus dem schwäbischen Ellwangen hatte Mitte Juli nach eigenen Angaben zunächst für die Varta AG als Konzernmuttergesellschaft sowie drei weitere Einheiten einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Der Geschäftsbereich mit den Haushaltsbatterien war davon nicht betroffen. Zunächst befanden sich die vier Einheiten im klassischen vorläufigen Insolvenzverfahren.

Mit der Verselbstständigung des Consumer-Geschäfts will Varta Consumer Batteries an die frühere Eigenständigkeit anknüpfen und die Weichen für weiteres Wachstum stellen. Die Produktion in Dischingen bleibt ein zentraler Pfeiler der Geschäftstätigkeit. Die Investitionsankündigung unterstreicht das Engagement am Standort und soll die Wettbewerbsfähigkeit in einem herausfordernden Marktumfeld sichern.

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Henrik Falkenberg

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Redakteur vom Dienst

Henrik Falkenberg berichtet für Güldendorf über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.