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Hessen will Frankfurts Finanzbeziehungen zu Asien stärken

Hessens Finanzminister Alexander Lorz reist zur Jahrestagung von IWF und Weltbank nach Bangkok, um den Finanzstandort Frankfurt mit asiatischen Märkten und Investoren zu vernetzen. Das Land vertritt im Bundesrat auch die Interessen der übrigen Bundesländer.

Hessen will Frankfurts Finanzbeziehungen zu Asien stärken
Finanzen: Hessen will Frankfurts Finanzbeziehungen zu Asien stärken

Hessen will den Finanzstandort Frankfurt stärker mit Asien verzahnen. Finanzminister Alexander Lorz (CDU) reist dafür zur Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank nach Bangkok, wie sein Ministerium in Wiesbaden mitteilte. Bis zum 18. Oktober beraten dort Finanzminister, Notenbanker sowie Finanz- und Entwicklungsexperten aus aller Welt über die Weltwirtschaft, Finanzstabilität, Wachstum und Investitionen in krisenreichen Zeiten.

Lorz nimmt im Auftrag des Bundesrates an den zentralen internationalen Treffen der Finanz- und Wirtschaftspolitik teil. Dabei bringt er nach Angaben seines Ministeriums die Perspektive Hessens und der anderen Bundesländer in die Gespräche ein. Der Auftritt in Thailand ist Teil einer gezielten Strategie: Frankfurt soll als Standort für Zentralbanken, Finanzaufsichtsbehörden und Großbanken international sichtbarer werden und direkte Kontakte zu asiatischen Finanzplätzen und Investoren aufbauen.

„Mit Frankfurt tragen wir Verantwortung für einen Finanzplatz, der weit über die Grenzen unseres Landes hinaus für Deutschland und Europa von Bedeutung ist“, erklärte der CDU-Politiker. „Deshalb müssen wir dort präsent sein, wo über Wachstum, Investitionen und die wirtschaftliche Ordnung von morgen gesprochen wird“, ergänzte Lorz. Die Reise ist damit auch eine Standortwerbung für das Land Hessen, das den Finanzsektor als wirtschaftlichen Kern begreift.

Die Jahrestagung von IWF und Weltbank gilt als eine der wichtigsten Zusammenkünfte der internationalen Finanz- und Wirtschaftspolitik. In Bangkok treffen sich Vertreter von Regierungen, Notenbanken und internationalen Organisationen, um aktuelle Risiken für die Weltwirtschaft zu erörtern. Im Mittelpunkt stehen Fragen der Finanzstabilität, der Wachstumsaussichten und der Investitionsbedingungen in einer Phase globaler Unsicherheiten.

Für Hessen ist die Präsenz bei solchen Formaten kein Selbstzweck. Frankfurt beherbergt als internationaler Finanzstandort unter anderem Zentralbanken, Finanzaufsichtsbehörden und Großbanken. Die Vernetzung mit asiatischen Märkten soll dem Standort neue Impulse geben und die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen europäischen Finanzzentren sichern. Asien gilt dabei als Wachstumsregion, in der deutsche Finanzakteure verstärkt nach Kooperationen und Investitionsmöglichkeiten suchen.

Die Teilnahme des hessischen Finanzministers im Auftrag des Bundesrates unterstreicht zudem die Rolle der Länder in der internationalen Finanzpolitik. Über den Bundesrat wirken die Länder an der deutschen Positionierung in europäischen und globalen Finanzfragen mit. Lorz vertritt in Bangkok daher nicht nur hessische Interessen, sondern bringt auch die Sicht der übrigen Bundesländer in die internationalen Beratungen ein.

Die Reise fällt in eine Zeit, in der geopolitische Spannungen, Handelskonflikte und unterschiedliche geldpolitische Ausrichtungen die Weltwirtschaft belasten. Für Finanzplätze wie Frankfurt geht es deshalb auch darum, verlässliche Partnerschaften zu sichern und sich als Brücke zwischen Europa und Asien zu positionieren. Die Gespräche in Bangkok dürften daher über den reinen Austausch hinausgehen und konkrete wirtschaftliche Interessen berühren.

Ob aus der Reise unmittelbare Vereinbarungen entstehen, ließ das Ministerium offen. Klar ist jedoch, dass Hessen die internationale Finanzbühne als Plattform für den Standort Frankfurt nutzen will. Die Jahrestagung endet am 18. Oktober; bis dahin stehen weitere Gespräche mit Vertretern aus Politik, Notenbanken und Finanzwirtschaft auf dem Programm.

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Florian Lorenz

Autor

Sportredakteur

Florian Lorenz berichtet für Güldendorf über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.